Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

1754 - 1758.

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hauptet später Saarbrücken, jener Distrikt am Faulenbach sei nassauisch.
Wadgassen gibt nach, und so wird dann das strittige Stück Land am
Faulenbach zwischen Nassau und Wadgassen geteilt. — 8. c. W.
1755 inn. 20. Angehend die Schlägerei in Ludweiler findet durch
Saarbrücken Ortsbesichtigung in Ludweiler statt, wozu auch Wadgassen
eingeladen, welches aber nicht erschien.
1755 jul. 18. Bei Ensheim im strittigen Distrikt, — der große
und kleine Stiefel — hatte Saarbrücken 6. und 7. Mai 1755 eigenmächtig
Vermessung und Grenzregulierung vorgenommen, wodurch das Kloster einen
großen Distrikt Wald verlor. Auf dessen Klage erkannte das Kammer—
gericht gegen Saarbrücken dahin: die Besitzstörung durch Schneusen, Ab—
steinung, Augenschein im klösterlichen Walddistrikt (der kleine Stiefel) zu
unterlassen, die rechtliche Entscheidung abzuwarten und den Schaden mit
A
1755 aug. 2. Chaussee-Direktor Schmitt-Saarbrücken attestirt, daß
Wadgassen nach K. G. Urteil vom 11. October 1726 mit den gesamten
Dorfschaften ohne Städte zu den Leistungen an Chausseen und Brücken !
aufzubringen habe. — W. c. 8.
1755 aug. 4. ergeht die Erklärung, daß Land mit Kloster einerseits
und die Städte andererseits ihre Wege getrennt verwalten und unterhalten.
1755 sept. 18. Ein neu ergangenes Urteil des Kr.-Gerichts macht
Saarbrücken zur Aufgabe, dem Kloster den hergebrachten Besitz der
Fischerei-Gerechtigkeit der ganzen Saar hinauf bis an den blauen Stein—
bruch zu belassen, den angelegten Zoll auf dem Ormesberg — Ensheimer
Baunes — aufzuheben und allen Schaden zu ersetzen. — 8. c. W.
1756 iun. 23 und iul. 1. Die von Saarbrücken eingelegte Revision,
gegen die erwähnten, dem Kloster günstigen Mandate, wird verworfen.
1756 iul. 17. Der Fürst wendet sich mit neuer Klage an Kaiser
und Reich.
1756 aug. 14. Wachtmeister und Korporal, zusammen 16 Mann
Husaren von Saarbrücken überbringen dem Kloster Wadgassen zwei Schrei—
ben und umstellen das Kloster, — die Aufzeichnung über den Vorfall ist
nicht vollständig. — W. c. 8.
1756 wird zu Bous die alterswegen baufällig gewordene Pfarr—
(sogenannte Peters-)tirche abgerissen und auf deren Grund in den zwei
daranffolgenden Jahren auf Kosten des Klosters Wadgassen unter dem
baulnstigen Abt Michael Stein eine neue erbaut. — Bouser Kirchen—
Chronik. S. J.
1758. Aus einer Denkschrift des Fürsten von Saarbrücken an den
deutschen Kaiser und des Reiches Fürsten contra Wadgassen seien hier
nuur die bedeutsamsten Behauptungen angeführt:
82. Das Kloster sei allezeit der Landesfürstlichen Hoheit unterworfen
gewesen, dasselbe auch von Wadgassen stets anerkannt worden.
83. Saarbrücken habe sich svor, in und nach dem Jahre 1624 im
Besitze der quasi unumschränkten Landeshoheit über Wadgassen be—
funden, der Zustand sei durch den westfälischen Frieden 1648 und
den Ryswicker Frieden 1697 als maßgebend angenommen worden.
NXB. Inu diesem Normaljahr 1624 war das Kloster leider nur sehr unnormal
jertreten durch den schwachen Abt Beres, der, weil er gegen seine geistlichen Obern
            
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