Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

1705 - 1711.

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Contributionen zahlen, solle sich wegen Zahlung für 170708 und auch
1709 abfinden. Der kaiserliche Generalwachtmeister sei nicht da, sondern
in Heilbronn und in vorderösterreichischen Landen, solle nicht denken, daß
er hier davon komme, müsse jedes Jahr 1000 Gulden zahlen — also jetzt
3000 Gulden samt Schadengeld für 3 Husaren, die mit Pferden ver—
loren gegangen.
1708 et sequeons. Proceß mit dem Bischof Humbert de Cambout
à Coislin wegen Besetzung der Pfarrei Goum.
1709 feb. 8. Die Appellation des Ric. Schreiner von Buß gegen
Jean Mellin wird verworfen.
1709 iun. 8. Die Stände des Oberrhein-Kreises schreiben an den
Kaiserl. General-Wachtmeister von Glowitz, daß Wadgassen im Nassau—
Saarbrücker Lande liege, viel bedrückt sei, solle den inhaftierten Geistlichen
frei und die geforderten 5300 Gulden erlassen — —. Glowitz schreibt an
den Kreis: Herr von Greifencron als nassauischer Resident in Heilbronn
habe sich ohne schriftliche Credentiales der Sache angenommen — das
Geld sei erlassen.
1709 oct. 14. Der Abt verautwortet sich wegen einer Klage der
Erben des verstorbenen Peter Liotz zu Landweiler wegen der Glashütte
zu Werbel.
1709. Feierliche Einsetzung des Pfarrers Daubignan mittelst sym—
bolischer Handlungen. (Coume).
1710. Der Obergerichtshof (cour souveraino) in Nanzig erlaubt
dem Vicarius D'Aubygnan von den Pfarrgütern in Coum zeitlichen
Besitz zu nehmen.
1710 mai 16. Abt Hermann Mertz verbietet dem Meyer, Heymeyer
und Schütz zu Ensheim, die Frevler und Verbrecher nach Saarbrücken
anzuzeigen, weil dies gegen die Wadgasser Hoheitsrechte sei. — Grentz,
Ensh. Papiere.
1710 iul. 19. schreibt der Oberstallmeister Hofmann von Saarbrücken
an den Abt, bei Derlen seien Wölfe gesehen worden, er bittet, Leute zum
Treiben Montag nach Völklingen zu senden.
1710 nov. 6. schreibt der Abt von Sayn, Engelbert Collendal, an
Wadgassen, daß er vom Prämonstratenser Vorstand Auftrag erhalten,
Wadgassen zu visitiren, er habe auch an Saarbrücken geschrieben, dies
nicht zu hindern, fordert den Abt auf, dem Grafen die Vorteile solcher
Visitation auseinander zu setzen.
1710 nov. 6. Der Abt von Sayn zeigt aus Sayn dem Grafen
an, daß er vom Ordensgeneral und vom Bischof in Trier mit der Re—
vifion des Klosters Wadgässen beauftragt sei, dies sei lange nicht geschehen,
er (der Abt) solle alle Mißhelligkeiten beilegen. J
1710 dez. 1. Derselbe Abt schreibt wieder an Wadgassen, weil er
weder von Wadgassen noch von Saarbrücken Antwort erhalten, befürchtet,
daß der Graf Hindernis bereite und bleibt proxima posta Antwort
erwartend.
1711. Saarbrücken weist Wadgassen an, die Klage des Peter Schwinn
von Elm endlich untersuchen zu lassen.
1711. Der Abt hat Rechtssachen von des Deutschen unkundigen
Leuten in Saarlouis aburteilen lassen; der Graf verweist es ihm.
            
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