Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

1581-1594.

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1586 iul. 23. beklagt sich ein gewisser Gallus Tuschelin bei dem
Propst Aichelberger, daß der Wagner von Eutzheim vom dortigen Gericht
an das Stadtgericht in Saarbrücken-St. Johann als Obergericht appelliert
habe, Entzheim sei nicht nassanuisch.
1586 oct. 6. Zwischen Lothringen und Saarbrücken waren unterdes
Streitigkeiten über die Grenzen bei Wadgassen entstanden. Am 6. October
1586 kam es zu einem neuen Abschiede zwischen den beiden Regierungen,
auf Grund dessen unter Angenschein die Grenzen genau festgestellt wurden;
„Anfang des Umganges von der Biest, da sie in die Saar geht, die Biest
an der fließeuden Brunnquelle hinauf bis an den brunnen so vor Zeiten
der Butt(er)born (auch Luterborn) jetzt der gewölbte Born genannt wird,
da ist anud 1585 außerhalb dem VBorn am Weg ein neuer Stein ge—
setzet, einerseits mit lothr. Kreuz, anderseits mit Saarbrücker Wappen
ttotiert, treunt Lisdorfer und Wadgasser Baun. — Danun den Weg den
Triesch hinauf — hier ein Stein — auf einen andern Stein heißt „beim
toten Mann“ — Zum rauhen Stein — hier Berusser Hube, Tifferdingen
und Wadgassen geschieden —
(bis an nenen Zehend Weg, den Grund hinuunter bis zum alten
Kalkofen bis an den Triesch bei gewölbtem Born, hier darf Lißdorf von
richtmes bis Remigius rauh Weide genießen) — vom rauhen Stein den
Abstich zum Stein im Gauschberg — Stein zwischen Buchholz und Tiefer—
tinger Wald — Emerborner Pfad — eine Anzahl Steine ohne Ort
(d. h. nicht angegeben) — der Perreborn — Stein am Wadgasser Pfad,
da man von Wadgassen nach Tieffertingen geht — Stein am Buchholz
im Trauff, am Bitschhausgrund neben Conventsfeld — an der Heide uf..
(Hewandt. Hambucher Staude rechts Tieferdinger links Werbeler Bann
und weißt in die Biest hinauf bis an den Asselbrunnen — voun Stein zu
Stein bis an den Warnt.“
1587 appellieren Ensheimer Bauern abermals nach Saarbrücken;
der Abt erhebt Widerspruch und bestreitet, daß Saarbrücken ein Oberhof
für das Kloster sei.
1593 fob. 20. Wadgassen hat in Eschweiler bei Berus (Mar—
tinskirche) den Mönch Valentin Isenbarth als Geistlichen gehabt, derselbe
ist krank und alt und tritt ab. — Abt Clandius präsentiert den Johannes
Textor von Trier, ein Conventual von Wadgassen.
1593 feb. 26. Revers des Nicola Isenbarth von Berris, der für
ein Jahr zum Caplan von Coumoé bei Bolchen von Abt Claudius er—
nannt — investiert ist Joh. lignarius von berris. Als dabei anwesend
sind erwähnt: Wilhelm Kremer von Rimeringen, gedachter pfarr rechter
dastor Joh. von Berris, und Joh. Iltges Pfalzell Wadgassischer Schreiber.
1594 oct. 6. Abt Clandius verbietet den Einwohnern von Ensheim
eigenmächtig gegen Frevler Strafgelage und Geldstrafen aufzuerlegen und
zu pfänden; er befiehlt, daß alle sträflich Erfundenen mit Wissen des
Propstes vorgenommen und von Obrigkeitswegen gestraft werden sollen.
Brenutz, Ensh. Papiere.
1594. In diesem Jahre entstanden Streitigkeiten zwischen der Stadt
Wallerfangen und der Abtei Wadgassen über die Jurisdietion, welche beide
in der „Lissinger Au“ (Lisdorfer oder Kapuziner-Au) auszuüben sich für
berechtigt hielten.
            
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