Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

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C. Chronik der Abtei Wadgassen.

vnns vnusern Erben alle oberkeit vnnd honheit. XB. Die Hochgerichts—
barkeit ist damit zwar nicht ausdrücklich erwähnt, scheint aber in dem
Vorbehalt doch einbegriffen zu sein.
1513. Jacobus Stammler und Frau Altgen in St Nabor schenken
Haus und Güter in St. Nabor (St. Avold). 1628 vertauscht das
Kloster dieses Haus gegen Güter in Altripp an Augustin Becker, unter
Zustimmung von Nassau-Saarbrücken.
1513 uff Sonntag exaudi. Abt Johann von Tholey und Convent
bekunden, daß sie wegen Notdurft und schlechten Weinwachstums den gräf—
lichen Förstern — nach erlaugter Zustimmung des Grafen — für die
nächsten zwei Jahre statt Wein nur halb Wein und halb Bier geben können.
1514 — Mittwoch nach Jubilate. — Marx von Aunweiler und
Frau Agnes von Rockenhaufen schwören sich nicht zu rächen wegen
des Gefängnisses, in das sie aus gerechter Ursache durch den Abt von
Wadgassen gesetzt worden. — Jacob v. Clotten untersiegelt.
1519 iul 8. Die Kirchweihe in Wadgassen wird von dem Tag der
beiden Ewalde auf den nächsten Sonntag verlegt.
1521 mai 1. Karl V. bestätigt in Worms den Schutzbrief Fried—
richs II. vom Dezember 1235, darin die Privilegien dem Kloster an—
erkannt werden.
1522 au St. Michaelis — verkauft Philippvon Thaun (Daun),
Herr zu Oberstein und Falkenstein alles, was er erkauft hat im Dorfe
„Bouß“ von Emich Wolff Pleger, den man nennt Bastian Emich von
Oberstein, der es ererbt von seinem Vater Cläsgen Wolff — um 32
rheinische Gulden, die er erhalten. Aussteller untersiegelt.
1522 kauft der Abt Johann von den Raldiugen ihre Güter iun Win—
tringen, wo das Kloster einen Hof baute — war ein lothr. Lehen.
(Wadgassen hatte einen Religiosen hingesetzt. 1533 wollte daher der lothr.
Amtmann Emmerich von Bradscheid in Saargemünd ihn an sich ziehen
und setzte den (Kloster-Bruder gefaugen. Durch Spruch des Gerichts in
Nanzig 15836 wird Wadgassen in festen Besitz gesetzt.
1523 Montag nach Jannuarius. Johann Ludwig, Graf zu RNassau—
Saarbrücken gibt seinem Schultheiß Mathis Thegen von Gersheim wieder
die Güter in Oncesheim, Würtzbach und Thalheim zurück, die er ihm
widerrechtlich genommen haͤtte.
15283. Donnerstag nach dem Sonntag Exaudi. Mathiß Thegen von
Gernßheim derzeit Scholtheiß zu sarbrücken vndt Johannet von franken
Eheleute Verkauffen Wadgassen all ihr gerechtigkeit Vndt herrligKeith der
sogenanten Jungherrgulde Zu Entzheim, Würtzbach Vnd Dalheim,
wie sie von den Vorherrn Johann Ludwig graffen Zu Nassau Vnd sar—
brücken an die Eheleuthe mit übergebung ettlicher alter Versiegelter Bries
Kommen, Vor 400 rheinischer Gulden.
1525. Abt Johann von Tholey gestorben. Das Wappen auf seinem
Grabsteine im Chor vor dem Altar zeigte im Schilde einen querliegenden
Balken mit oben zwei Rosen und unten eine. — Bärsch.
Dieser Abt hatte ein sacellum St. Johannes gebaut, in dessen Fenster
er zu sehen ist. Doxale sive ambonem snpeériorom, chorum a navi
dividentem erexit — darauf zu sehen: 3 Könige mit Geschenken, Maria
mit Christus auf dem Schoß, das Nassauer Wappen mit 4 Löwen.
            
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