Full text : Fest-Schrift zum 50-jährigen Jubiläum der Grube Heinitz

An der erstgenannten Schule wirken 3, an der letzteren 2 Lehrer.
Verpflichtet zum Schulbesuche ist jeder auf Heinitz — Dechen arbeitende Berg
nann aus den Ortschaften Spiesen, Elversberg und Heinitz unter 18 Jahren.
Der an jeder der vorhandenen Klassen an den Werktagen wöchentlich zweimal
erfolgende, je zweistündige Unterricht bezweckt in erster Linie eine Befeftigung der
in der Elementarschule erworbenen Kenntnisse der Schüler.
In den ersten Klassen der in Rede stehenden Schulen, welche hauptsächlich die
Vorbildung geeigneter junger Leute für die Aufnahme in die Steigerschule bezwecken,
vird außerdem Zeichenunterricht ertheilt.
Der Schulbesuch ist stark und im Ganzen regelmäßig. Derselbe stellte sich in
der Zeit vom 1. April 1896 bis dahin 1897 im Durchschnitt:
a) zu Elversberg J. Klasse 27 Schüler, davon 3. Abtheilung, Schuler,
Ia. 705
b) zu Spiesen J. 32 „. „davon 3 8
II. „ 46

Von den früheren Schülern der Werksschulen besucht zur Zeit einer die Steiger—
chule zu Neunkirchen.
Der Unterricht findet in den Ortsschulräumen statt, wovon die in Elversberg
übrigens Eigenthum des Bergfiskus sind.

Zur Unterweisung der aus der Elementarschule entlassenen Bergmannstöchter
im Alter von 14 bis 16 Jahren wird ferner in den genannten Orten je eine
Industrieschule unterhalten, in welchen Unterricht im Stricken, Flicken und Nähen
»on Kleidungsstücken mit der Hand und mit der Maschine ertheilt wird.
Die Industrieschule zu Elversberg ist in einem bergfiskalischen Gebände, die
zu Spiesen in einem Miethsraume untergebracht.
Jede der Schulen war im Durchschnitt des Jahres 1896/97 von 48 Mädchen
pesucht.

Die auf dem Bergwerk Heinitz seit löngeren Jahren bestehende Arbeiterbibliothek
umfaßt zur Zeit über 1500 Bände unterhaltenden und belehrenden Inhalts. Die—
selbe wird aus Fonds des Königlichen Oberbergamts zu Bonn jährlich ergänzt und
erweitert.
Von der Einrichtung wird namentlich seitens der Schlafhansbewohner fleißig
Gebrauch gemacht.

Die in Elversberg bestehende Kleinkinderbewahranstalt wurde im letzten Jahre
im Sommer von 120— 140, im Winter von 180—200 Kindern besucht.
Seit 1892 ist diese Anstalt in einem stattlichen Neubau untergebracht, für
welchen nebst den Ausrüstungsgegenständen 25360 Mk. aufgewendet worden sind.
Sieche Tafel 7.)
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.