Als Schachtverschlüsse dienen an den Hängebänken außer Vorlegestangen Gitter—
chüren, die bei fast vollständiger Gewichtsausgleichung von Hand bewegt werden.
Bezüglich der Förderleistung während des Jahres 1896 stehen der Dechen—
schacht J und der Heinitzschacht IV bei Weitem oben an unter den hiesigen Förder—
anlagen. In dem ersteren wurden bei einer täglichen Förderzeit von etwa 15 Stunden
1546 t Kohlen und Berge aus 240 m Teufe bewältigt, die wirkliche Durchschnittslseistung
in der Stunde hat 103 t betragen.
Während der Hauptförderzeit sind Stundenleistungen von 140 t aus dieser
Teufe nichts seltenes.
Heinitzschacht IV hat im verflossenen Jahre aus 245 m Teufe bei einer täg—
—0
leistung in der Stunde öfters bis zu 150 t aufzuweisen. Die Gesammtdauer eines
Treibens ist bei beiden Schächten nahezu die gleiche, 530 und 51 Sekunden.
Aus der nachstehenden Tabelle sind die Kosten der Schachtförderung bei den
verschiedenen Schächten der beiden Gruben zu ersehen.
A. Förderungt
B. Leistung tkm
C. Betriebskosten:
l. Maschinenwartungu. Re⸗
paratur einschl. Material
2. Kesselwartung. . ..
3. Kesselkosten..
4. Seillosten..
3. Löhne der Anschläger und
Signalgeber..
Summe 0C 1 bis 5
D. Förderkosten:
3. für It auf die gegebene
Teufe.......
o. für Atkm...
Heinitz⸗
schacht II
330 m
einitz⸗
— ur
245 m
Heinitz⸗
schacht IV
245 m
Beisheck⸗
346 m
Dechen⸗
schacht J
240 m
Dechen⸗
schacht 111
317 m
330 060,9
75 920,1
190 494
47 623,5
425 6238
106 405
120 361
12 083,04
463 983
111335,9
17 222
5459,4
8624 71
12 684 91
28 736) 68
13185 48
io sssl 73 186 ros 49 12 220156 28 —A
t21 101) 8870 o20 15 80 767 7838 657 7077 1000 46 1 obs ai
837984
19 922 38
34 1 70
2474 48
26 2431l 04
6 F 78 o95
9804 32 880
3235 332
1703 1884
4703 17
12680 28
1 80
578 52
b80 o sau o laaj osal o ise o bae
1160 160) 0480) 3111 0609 2 028
5. Fahrung.
Die Fahrung der unterirdisch beschäftigten Belegschaft geschieht auf der Grube
Heinitz ausschließlich, auf der Grube Dechen zum überwiegendsten Theile am Seile.
Im Jahre 1896 haben in den Heinitzschächten II, III und IV insgesammt
täglich 1965, im Geisheckschachte 260 Mann, die Seilfahrt benutzt. Auf Grube
Dechen fuhren durchschnittlich täglich 1075 am Seile in den Dechenschächten 1 und
II ein. Nur 120 Mann, welche auf den oberen Sohlen beschäftigt waren, bedienten
sich zur Ein- und Ausfahrt der auf den Flötzen Karlowitz, Grolmann und Thiele⸗
mann— Nebenbank angelegten, auf dem Platze vor dem Dechener Zechenhause aus—
mündenden Tagestrecke.