hbis zum Flötze Wrangel der hangenden Gruppe geführt ist und der auf diesem Floͤtze
hefindlichen 600 m langen, durchschnittich 80 geneigten Streckenförderung von der
3. nach der 4. Tiefbausohle. Die Kettenstärke beträgt 20 mun, der Wagenabstand
18 mmund die Kettengeschwindigkeit 2 bis 214, m pro Sekunde. Der Antrieb der
Kette erfolgt durch eine in der Nähe des Heinitzschachtes J in der 3. Tiefbausohle
aufgestellte Zwillingsdampfmaschine von 450 mm Cylinderdurchmesser und 900 mm
Hub. Der zum Betriebe der Maschine erforderliche Dampf wird im Kesselhause bei
den Heinitzschächten JIund IIJ auf 6 Atmosphären Spaunung erzeugt. Zur Dampf⸗
zuführung diente bis vor Kurzem eine 210 mm weite Rohrleitung im Heinitzschachte J,
welche neuerdings durch eine gut isolierte Leitung von nur 130 mum lichter Weite
ersetzt ist.
Die Maschine arbeitet ohne Condensation, der Abdampf derselben wird im
Heinitzschacht J ausgeblasen, woselbst er den ausziehenden Wetterstrom verstärken
hilft. Die neben der vorstehend skizzierten Kettenförderung bis vor Kurzem in der
3. Tiefbausohle noch betriebene und dem Heinitzschachte III zufördernde zweite
Kettenförderungsanlage, welche ursprünglich für die Förderung aus dem Querschlags⸗
felde V West in der 3. Sohle bestimmt war und nachher durch eine bei diesem
Querschlag befindliche einfallende Strecke auf Flötz Wrangel nach der 4. Tiefbau—
sohle verlängert worden war, (zuletzt 2880 m Förderlänge) mußte nach mehrfachen
Wandlungen in der Konstruktion der maschinellen Details schließlich wegen des immer
tärker auftretenden Gebirgsdruckes ganz abgeworfen werden.
Die Leistung, Betriebs- und Unterhaltungskosten der gegenwärtig betriebenen
Kettenförderung sind für das Jahr 1896 folgende gewesen.
Es haben betragen:
Die Förderung bei einer Förderlänge in der 3. Tiefbausohle von
1I540 m - 202 951,5 t
in der 4. Tiefbausohle von 2140, — 24107255 444 024 t;
2. Die Leistung in tkm. . . . 828440,47 t;
3. Die Betriebs- und Unterhaltungskosten:
a) an Löhnen und Material.. .—
b) „Kosten der Dampferzeugung und
Kesselunterhaltung.
29971,52
zusammen 70381,20 Mk.;
4. Förderkosten pro tkme. 8,50 Pfg.
Es steht zu erwarten, daß die Betriebsergebnisse nach dem im November 1896
erfolgten Umbau der Dampfzuleitung sich besser gestalten werden.
b. Bremsbergfördernug.
x. Förderung in flachen Bremsschächten.
Die beim streichenden Abbau vorkommende flache Bremsbergförderung wird je
nach dem stärkeren oder geringeren Einfallen mit oder ohne Gestell betrieben. Die
Bremsberge sind dementsprechend ein- oder zweitrümmig aufgehauen.
Auf Grube Heinitz ist die Fördermethode mit Seil ohne Ende vorherrschend;
die Seilscheiben sind horizontal verlagert, bestehen aus Gußstahl und haben 1,2 in
Durchmesser. Das 13 mm starke Seil aus Gußstahl wird 11, bis 2 Mal um die