Full text : Fest-Schrift zum 50-jährigen Jubiläum der Grube Heinitz

Holzkasten (Boden aus Eichenholz)
Eisenbeschlag nebst Schrauben
2 Stück compl. Radsätze

86 kg,
1428
1028,

zusammen 330 Kg.
Die Kosten eines solchen Förderwagens belaufen sich auf 77 Mk.
Das Gewicht und die Kosten eines Förderwagens sind auf Grube Heinitz
etwas höher wegen der Zubehörtheile, welche die maschinelle Förderung daselbst er—
fordert.

Im Allgemeinen werden bei den Förderwagen gewöhnliche Schmierbüchsen an—
gewendet. Die geschlossene Schmierbüchse verengt sich an beiden Enden zu den
Achsenlagern für die Räder. Von den 4 Rädern des Wagens sind je 2 wechsel—
ständig auf die Achsen festgekeilt, während die beiden anderen lose darauf laufen.
Das Material der Räder ist Temperguß.
Vielfache Versuche mit patentierten Radsätzen und Schmierbüchsen haben sich
nicht bewährt.
a. Schlepperförderung.
In der Theilungsstrecke Flötz Nostiz der Grube Heinitz findet in Verbindung
mit der schwebenden Abbaumethode Schlepperförderung statt, welche sich von den
schwebenden Abbaustrecken bis zum seigeren Bremsschacht bewegt. Die Kosten für
dieselbe sind in dem Abbaustrecken- und Pfeiler-Gedinge mit enthalten. In den
Grundstrecken kommt sie nur auf kurze Entfernungen vor.
ß. Pferdeförderung.
Die Pförderung mittelst Pferden besitzt, ungeachtet der auf Grubenabtheilung
Heinitz betriebenen maschinellen Kettenförderung, noch sehr große Bedeutung, indem
daselbst etwa 2/, der Förderung und auf Grube Dechen die Gesammtförderung nach
den Hebeschächten mittelst derselben bewirkt wird.
Die Zahl der auf beiden Gruben unter Tage beschäftigten Pferde betrug
im verflossenen Jahre 109 Stück, wovon auf Abtheilung Heinitz 81, auf Grube Dechen
28 entfielen.
Die Förderung ist einem Unternehmer in der Weise verdungen, daß derselbe
nur die Pferde, die Grube auf eigene Kosten die Pferdeknechte stellt. Letztere stehen
im Schichtlohn. Die Leistung pro Stunde Förderzeit und Pferd bewegte sich zwischen
5und 6 tkm.
Zur Unterkunft der Pferde sind von der Grube umfangreiche Stallungen
über und unter Tage eingerichtet.
Die Kosten für die Wartung der Pferde vor und nach beendeter Schicht liegen
dem Unternehmer ob.

y. Maschinelle Streckenförderung.
Der größte Theil der Förderung der Grubenabtheilung Heinitz, nämlich die
ganze Förderung aus den hangenden Flötzen, wird durch eine in der 3. und 4.
Tiefbausohle eingerichtete maschinelle Kettenförderung besorgt, welche während der
Früh- und Nachmittags-Schicht dem Heinitzschacht IV zufördert. Dieselbe besteht
aus der 1540 m langen Horizontalförderung in der 3. Sohle, welche vom Heinitz—
schacht Nr. IV über eine Richtstrecke nach dem Querschlag III West und in letzterem
            
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