Im Durchschnitt des Jahres 1896 stellte sich die tägliche Leistung auf einen
eigentlichen Grubenarbeiter, einschließlich der bei der Verladung über Tage beschäf—
tigten Arbeiter auf 1,078 t, auf den Kopf der Belegschaft auf 0,788 t.
3. Grubenausbau.
Die älteren Schächte beider Grubenabtheilungen, insbesondere die Heinitz⸗
schächte Tf-IV und die Dechenschächte J und II besitzen rechteckigen Querschnitt; die
neueren, vornehmlich der Wetterversorgung dienenden Schächte, sowie der Dechen—
schacht III besitzen eine kreisförmige Schachtscheibe. Sämmtliche Schächte sind, soweit
das Deckgebirge reichte und das Abhalten der Tagewasser es erforderte, ausgemauert,
im Allgemeinen bis etwa 15 m unter der Hängebank. Um Uebrigen weist der Schacht⸗
nusbau eine sehr große Mannigfaltigkeit auf. Nicht einmal in ein und demselben
Schachte ist der Ausbau ein gleichmäßiger. Diese Erscheinung ist wohl mehr in der
stückweise von Sohle zu Sohle erfolgten Herstellung der Schächte und den schwanken⸗
den Preisen des Ausbaumaterials, weniger wohl in den wechselnden Druckverhält⸗
nissen des durchteuften Gebirges begründet. Die älteren Schächte stehen zumeist in
Mauerung, die in manchen Theilen mit der Bolzenschrotzimmerung abwechselt. Ein—
striche, Fahrten, Ruhebühnen sind bei ihnen aus Eichenholz gefertigt. Beispiels—
weise hat der Dech enschacht II einen rechteckigen Querschnitt mit stirnförmigen
Scheibenmauern aus Bruchsteinen von Tage aus bis zur halben Saarsohle, von da
aus steht er bis zur Saarsohle in Bolzenschrotzimmerung, worauf dann bis zur
3. Tiefbausohle Backsteinmauerung und von hier bis zur 4. Tiefbausohle wieder
Bolzenschrotzimmerung folgt. Die Herstellungs- und Ausbau⸗Kosten für das 80 m
lange Stück des Schachtes zwischen der 3. und 4. Sohle haben für das Meter
554 Mt. betragen.
Der Heinitzschacht I1 ist von Tage aus bis zur Saarsohle in Mauerung
aus Bruchsteinmöllons, von da bis zur 4. Tiefbausohle in Bolzenschrotzimmerung
gesetzt. Das laufe de Meter Schacht hat einschließlich Material und Arbeitslohn
105 Mk. gekostet.
Die Schächte mit kreisförmigem Querschnitt besitzen ebenfalls gemischten Ausbau
Zum Theil sind dieselben ausgemauert, zum Theil mit Eisenzimmerung versehen.
Der Geisheckschacht der Abtheilung Heinitz von 4,5 mm lichter Weite ist mit
eisernen Ringen aus V-Eisen verbaut. Der Schachtstoß wird durch Blechtafeln ge—
sichert. Einstriche, Fahrten und Bühnen sind hier ebenfalls aus Eisen hergestellt.
Das Meter Schacht hat 580 Mtk, einschließlich Material und Arbeitslohn gekostet.
Der als einziehender Wetterschacht von 5 mm lichter Weite dienende Mosel⸗
schacht der Grube Dechen wird in dem Theile von der 3. bis zur 4. Tiefbausohle
80 m) ausgemauert und daneben einen eisernen Ausbau erhalten, der sich unter
folgenden Voraussetzungen für das laufende Meter auf nur 25 Mt. an Material⸗
kosten stellen wird. Alle 4 mu liegen in gußeisernen Mauerschuhen, 4,29 melange
Einstriche aus U-Eisen N. P. 20, an welchen die Ruhebühnen aus 6 mm starkem
Riffelblech, 13105). 1260 mm groß, nebst eisernen Schachtfahrten befestigt sind.
Der Dechenschacht III mit einem lichten Durchmesser von 5,65 m ist bis
15 meunter der Hängebank mit Bruchsteinmöllons ausgemauert. Hieran schließt sich
bis zur 3. Tiefbausohle ein Ausbau mit eisernen Schachtringen. Zur Verkleidung