Full text : Freiherr von Stumm-Halberg und die evangelischen Geistlichen im Saargebiet

Die „Patrioten“ und der Handwerkerverein.

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in diesem Artikel aber war die Schlußbemerkung, wo sie in teil—
weise gesperrtem Drucke sagten: „Auf weitere Auseinandersetzungen
in den Zeitungen werden wir uns nicht einlassen, der Haupt—
versammlung des Handwerkervereines wird Gelegen—
heit gegeben werden, in dieser Frage Stellung zu
nehmen. Mehrere Patrioten.“ Jedermann, der dies las,
mußte eine Beantragung einer Hauptversammlung seitens der
„Patrioten“, soweit sie Mitglieder waren, erwarten, und auch der
Vorstand hatte keine andere Ruffassung, als er in seiner Antwort
auf jenes zweite Eingesandt schrieb: „Wir begrüßen es mit
Freuden, daß die Herren Einsender auf unser Verlangen, ihren
Wünschen und Bedenken auf einer Hauptversammlung Ausdruck zu
geben, eingegangen sind, und erwarten die Beantragung dieser
Versammlung.“ Allein die „Patrioten“ haben weder eine Haupt—
versammlung beantragt, wozu eine Eingabe mit 40 Unterschriften
an den Vorstand nötig gewesen wäre, noch sind sie in der nächsten,
vom Vorstand einberufenen Hauptversammlung, die am 12. Dezem—
ber stattfand, erschienen, um ihre Stellung gegen den Verein zu
begründen, noch haben sie jemand vorgeschickt, um ihre Ansichten
zu vertreten. Es ist bekannt, wie gerade dieses Verhalten allgemein
verurteilt worden ist. Das zweite Eingesandt der „Patrioten“ zog
sich übrigens aus Mitgliederkreisen eine ganz vortreffliche längere
Widerlegung in der „Saarbr. Ztg.“ vom 8. November zu.
Am 10. November erschien in dem „Saarbrücker Gewerbe—
blatt“ ein Artikel, überschrieben: „Das Ziel der christlich-sozialen
Agitation im Saarrevier“, der eine neue Wendung des Kampfes
bezeichnet: die Periode der persönlichen Verdächtigungen. Nicht nur
wurde in dem Artikel mit einer gewissen Absicht der Urfprung einer
an und für sich harmlosen Lokalnotiz in der „Neunkircher Volks—
zeitung“, auf die Leitung des Vereins, d. h. auf den Vorsitzenden
zurückgeführt, er enthielt auch eine sehr durchsichtige Verdächtigung
bezüglich einer im „Volk“ veröffentlichten und aus diesem am
nächsten Tage in den „Vorwärts“ übergegangene Korrespondenz
aus Saarbrücken. Obwohl der „Vorwärts“ ausdrücklich bemerkt
hatte, daß er dem „Volk“, das im Gegensatz zum „Vorwärts“ die
Zeitung vordatiert, den Artikel entnommen habe, schrieb das „Ge—
werbeblatt“ wörklich: „Sehr bezeichnend ist es, daß der sozialdemo—
kratische „Vorwärts“ in die Lage versetzt worden war,
            
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