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Persönliches
Charakter der Unterredung als einer geheimen völlig ausschlossen
und daß es namentlich für die Leiter der evang. Arbeitervereine
von größtem Werte sein mußte, über die Stellung der maßgebenden
Kreise zu den christlich-sozialen Bestrebungen völlige Klarheit zu
gewinnen. Unsere Unterredung war keine politische, sondern eine
evangelische, die sich um die Lebensinteressen unserer Kirche drehte.
In diesem Sinne war auch meine Veröffentlichung vom 30. November
gehalten, zu der ich unabweislich gedrängt wurde und in der ich
unter strenger Vermeidung der Wiedergabe allzuscharfer Wendungen
in allgemeinen Umrissen die Denkart des Freiherrn von Stumm
wiedergab. Einen Vertrauensbruch wird niemand in ihr finden.
Schwerer aber wiegt noch der Vorwurf des Versprechens—
bruches inbezug auf die Hineinziehung Sr. Majestät des Kaisers.
Auch darüber will ich ganz offen reden. Ich habe darüber in
meiner Veröffentlichung vom 30. November folgendes gesagt: „Der
Sachverhalt war der, daß Freiherr von Stumm ein sehr düsteres
Bild der Zeitlage entwarf, welches sich dahin resümierte, daß, wenn
es so weitergehe, nicht blos innerhalb der Sozialdemokratie, sondern
auch innerhalb der evangelisch-fozialen Bewegung, er einen Kampf
auf Leben und Tod für unvermeidlich halten müsse. Demgegenüber
entwickelte ich ihm die in den Kreisen der evangelischen Geistlichen
herrschende Denkart und die Hoffnungen, welche sich an jene Be—
wegung trotz aller in ihr noch obwaltenden Unterschiede und der
großen Schwierigkeiten, mit denen sie zu kämpfen hat, anknüpfen,
und ich bat ihn dringend, den Faden der Verständigung mit ihr
noch nicht abzureißen. Er äußerte sich daraufhin, daß er bei einem
demnächstigen Zusammensein mit Sr. Majestät dem Kaifer Gelegen—
heit zu finden hoffe, diesen Gegeustand Allerhöchstdemselben vortragen
zu können.“ Ich erkläre also nochmals ausdrücklich, daß das viel—
berufene Wort von „Scharfmachen“ nicht gefallen ist, und daß ich
über die tendenziöse Art, in der die „Franksurter Zeitung“ durch
einen mir bis heute unbekannt gebliebenen Korrespondenten dieses
sogenannte „Scharfmachen“ mit einer bevorstehenden Jagd in Zu—
sammenhang brachte, nicht weniger entrüstet und unwillig gewesen
bin wie Herr von Stumm selbst. Andererseits nahm ich allerdings
den Eindruck mit, daß Herr von Stumm seine scharfen Ansichten
über die soziale Bewegung auch bei Sr. Majestät dem Kaiser ver—
ktreten werde. Die Mitteilung dieses bevorstehenden Zusammen—