Persönliches
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mich im Staatsrate und später im Reichstage ausdrücklich auf den
Boden dieser Erlasse gestellt und die volle Zustimmung Sr. Majestät
zu meinen Ausführungen im Staatsrate gefunden habe. Ich fügte
hinzu, ich glaubte annehmen zu dürfen, daß dies noch der Fall sei
und würde vielleicht Gelegenheit finden, mich davon bei Gelegenheit
einer Jagd in Barby, wo diese Dinge möglicherweise zur Sprache
kommen würden, zu überzeugen. Von einem „Vortrage“ bei Sr.
Majestät konnte ich um so weniger sprechen, als ich mir nicht
herausnehmen würde, unberufen Sr. Majestät Vorträge über sozial—
politische Dinge, am wenigsten bei Gelegenheit einer Jagd, zu halten.
Dies Mißverständnis ist bei einer mehr als dreistündigen Unter—
redung sehr erklärlich, und weil ich die Möglichkeit dazu voraus⸗
fah, hatte ich Herrn Pfarrer Lentze gebeten, kein Wort über Se.
Majestät in eine etwaige Wiedergabe unserer Unterredung zu
verflechten. Ich bedauere lebhaft, daß der Herr Pfarrer das mir
bereitwillig gegebene Versprechen nicht wörtlich gehalten und deshalb
sehr gegen seinen Wunsch und Willen den Anlaß zu dem unerhörten
Skandal gegeben hat, der jetzt fast die ganze deutsche Prefsse auf
meine Kosten erfüllt. Ich werde aus dieser Erfahrung die Lehre
ziehen, mich auf ein Interview, selbst mit den wohlmeinendsten
Personen, nur mehr unter Zuziehung von Stenographen oder
mindestens eines zuverlässigen Protokollführers einzulassen.“ Ein
Interview ist der Empfang eines Mannes, von dem man weiß,
daß er hernach Bericht erstattet. Eine Geheimhaltung war außer—
dem durch die Veranlassung zu der Unterredung felbst ausgeschloffen.
Ich muß betonen, daß ich dieselbe nicht herbeigeführt habe, sondern
daß sie durch eine dritte, Herrn von Stumm nahestehende Person,
vermittelt worden war. Ich war hinberufen, um über die Reso⸗
lution des Verbandes unserer Arbeitervereine vom 10. November
v. Is., sowie über einen auf derselben Versammlung von mir ge—
haltenen Vortrag näheren Aufschluß zu geben. Ich hatte außer—
dem, da diese Unterredung mitten in den „Patriotenkrieg“ mit dem
Handwerkerverein (Verein für Volksbildung) fiel, von zwei Mit—
gliedern des Vereinsvorstandes ihre Zustimmung dazu erhalten, zum
schlagendsten Beweise von der völligen Unparteilichkeit des Vereins
Herrn von Stumm selbst das Katheder zu einer Rede anzubieten,
ein Vorschlag, den Herr von Stumm allerdings in energischen Aus—
drücken ablehnte — es ist klar, daß beide Veranlassungen den