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Persönliches
vermutet, und ich war genötigt, meine Stellung zu Sr. Majestät
klar zu stellen, um seine Unterstellungen zurückzuweisen. Es war
eine vertrauliche Unterredung gewesen, und Herr Pfarrer Lentze
hatte mir in die Hand versprochen, kein Wort über Se. Majestät
weiter zu tragen; dieses Versprechen hat er einfach gebrochen. Es
giebt immer noch Leute, die sagen, das Wort „Scharfmachen“ hätte
ich wirklich gebraucht, denn Herr Wagner, der Zeuge gewesen, habe
dies nicht desavouiert. Herr Wagner hat mir aber sofort, als er
den Unsinn gelesen hat, geschrieben, das ist gelogen, ich bin bereit,
dafür einzutreten. Ich habe darauf nicht reagiert, weil Herr Lentze
die Lüge inzwischen selbst zurückgewiesen hatte und überdies mein
Wort genügte.“
Dagegen führte Herr Pfarrer Lentze in seiner Rede am
19. April zu seiner perfönlichen Verteidigung folgendes aus: „Es
ist ein doppelter Vorwurf, den Freiherr von Stumm gegen mich
erhebt: 1. Vertrauensmißbrauch inbezug auf unsere Unterredung
selbst, die eine geheime, eine vertrauliche gewesen sei; 2. Wortbruch
in Beziehung auf die Erwähnung Sr. Majestät des Kaisers. —
Was den Charakter der Unterredung selbst betrifft, so muß ich
durchaus bestreiten, daß dieselbe eine solche gewesen sei, die geheim
gehalten werden sollte. Ich berufe mich dafür darauf, daß mir
Herr von Stumm gestattet hat, fortlaufende Notizen zu machen.
Ich berufe mich ferner auf sein eigenes Schreiben vom 1. Dezember
v. Is. in der „Saarbr. Ztg.“. In demfselben heißt es: „In der
heutigen „Saarb. Zeitung“ veröffentlicht Herr Pfarrer Lentze eine
Darstellung unserer Unterredung in der dankenswerten Absicht, da—
durch den unglaublichen Entstellungen, welche darüber in der deut—
schen Presse verbreitet wurden, wirksam entgegenzutreten. Ich bin
dem Herrn Pfarrer auch dankbar für die mir in dieser Erklärung
entgegengebrachte freundliche Gesinnung, welche völlig auf Gegen—
seitigkeit beruht.“ Nachdem Freiherr von Stumm sodann einige
Erläuterungen über seine Stellung zu den evang. Arbeitervereinen
gegeben hat, fährt er fort: „Auch die Person Sr. Majestät ist
nicht durch meine Initiative in die Unterhaltung hineingezogen
worden. Dies ist vielmehr durch Herrn Pfarrer Lentze dadurch
geschehen, daß er mich in einem Gegensatz zu den Allerhöchsten
Februar-Erlassen stehend glaubte und mich ausdrücklich darüber
interpellierte. Zum Beweis des Gegenteils führte ich an, daß ich