Persönliches
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des Bürgermeisters Fritsch von Brebach herauskommen, weil der von der
Halbergerhütte zu sehr abhängig sei. „Er würde geschwenkt“, so war
ein Ausdruck, sobald er sich in Opposition zu der Hütte setze.
Meine Herren! Diese Aeußerung war nicht nur für Herrn Fritsch
und für seine vorgesetzte Behörde sondern auch für mich derartig beleidigend,
daß ich eine öffentliche Erklärung gegen den Superintendenten Zillessen er—
ließ. Er hat darauf mit einer Gegenerklärung geantwortet, die, wie ich
behaupte, vollkoumen daneben getroffen hat. In dieser Erklärung steht
zu lesen, er habe den Bürgermeister Fritsch gar nicht beleidigt, er habe nur
gesagt, daß es ganz natürlich sei, daß ein Bürgermeister, der mit der Hütte
soviel zu thun habe, Rücksichten auf dieselbe nehmen müsse. Dem steht aber
gegenüber der Wortlaut „er werde geschwenkt, sobald er der Halberger—
hütte nicht zu Willen sei“, und Herr Bürgermeister Fritsch hat mir noch
vor einigen Tagen erktärt, daß er gegenüber der Erklärung des Herrn
Zillessen durch mehrere Zeugen, darunter den Gendarmen, eidlich fest—
stellen lassen könne, daß Herr Superintendent Zillessen den Ausdruck „ge⸗
schweukt“ wörtlich gebraucht habe. Weiter sagt Herr Zillessen, er sei sich
keiner Feindschaft zu mir bewußt. Ich habe früher mit Herrn Zillessen in
durchaus freundschaftlichem Verkehr gestanden, der hat aufgehört, zumteil,
weil ich es ablehnte, einen seiner Söhne auf das Bureau zu nehmen, und
zumteil, weil nach meiner Auffassung — andere können ja anderer Ansicht
sein — seine Predigten und seine Seelsorge mich und die Gemeinde so
wenig befriedigten, daß ich alles aufgeboten habe, um eine selbständige Ge—
meinde Brebach zu gründen. — Seit der Zeit hat die Freundschaft auf—
gehört, und Freunde, die sich trennen, sind, wenn sie nicht sehr objektiv
urteilen, leicht geneigt, diese Freundschaft in etwas Anderes übergehen zu
lassen. Jedenfalls ist die Aeußerung von dem „Schwenken“ ein Beweis,
daß die Freundschaft des Herrn Zillessen zu mir nicht über diese Anfechtung
durch gehalten hat. Dann sagt er in seiner Gegenerklärung, er habe den
Namen Stumm gar nicht genannt, er habe von der Halberger- oder Bre—
bacher-Hütte gesprochen. Ja, meine Herren! die Kupolöfen und die Hoch—
öfen können doch keinen Bürgermeister schwenken. Er hat mich ebenso damit
gemeint wie sein Schützling, die „Saarbrücker Zeitung“, wenn sie von dem
Halberg und der Halberger Partei spricht. Das ist also lediglich ein Spiel
mit Worten. Jedenfalls hat sowohl der Bürgermeister Fritsch, als auch
seine vorgesetzte Behörde die Acußerung des Herrn Zillessen ganz genau
so aufgefaßt, wie ich es gethan habe. Ganz eigentümlich ist es nun, daß,
obwohl dieser Superintendent Zillessen, wenn er auch nicht die von mir er—
wähnte Aeußerung, so doch eine ganz ähnliche zugiebt, kurz vorher ein
Schreiben an Herrn Fritsch gerichtet hatte, in dem es heißt: „Ferner ge—
statten wir uns, zu bemerken, daß nicht etwa Unzufriedenheit mit Euer
Wohlgeboren Verwaltung die zu Tage getretenen Wünsche veranlaßt hat.
Wir sind im Gegenteil nit Euer Wohlgeboren Verwaltung durchaus zu—
frieden und würden gerne unter Ihrer Verwaltung bleiben, wenn die ört—
lichen Verhältnisse anders lägen. Nur letztere sind für unser Vorgehen