Zur Begründung unserer Erklärung vom 28. Februar.
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vertrauensvolles Verhältnis gegenüber den Arbeitgebern entsprechend
dem dahin lautenden Paragraphen unserer Statuten. Wir hofften
endlich dadurch einen Damm gegen das Eindringen der Sozial—
demokratie aufführen zu können. Diese unsere Arbeit war weit
davon entfernt, eine leichte und den Arbeiterkreisen willkommene zu
fein. Sie war kein Buhlen um die Gunst der Massen, oder ein
schwächliches Nachgeben gegenüber ihren Wünschen. Vielmehr
war es ein mühevolles Schwimmen gegen den Strom, der
damals die Arbeiterkreise durchflutete. Unsere Mitglieder wur—
den mit einem eigens für sie erfundenen Schimpfwort belegt und
sahen sich häufig den größten Insulten und Drohungen seitens der
Kameraden ausgesetzt; dennoch blieben sie treu. Es wurde ferner
unseren Vereinen in erster Linie der Vorwurf gemacht, daß sie die
Bergarbeiterorganisation (Rechtsschutzverein) gesprengt hätten. Ich
glaube der Wahrheit gemäß sagen zu dürfen, daß der dritte Streik
(Winter 1892,93) zu nicht geringem Teil durch die Haltung der
evangelischen Arbeitervereine vereitelt wurde; damit war aber die
ganze Streikbewegung erloschen. Ich glaube ferner sagen zu dürfen,
daß wir dann unablässig und erfolgreich bemüht waren, die Wun—
den der Streikbewegung zu heilen, neues Vertrauen zu pflanzen,
kirchlichen Sinn und Liebe zu Kaiser und Reich zu pflegen. Nie
haben wir die Arbeiter erregt, nie gegen die Arbeitgeber geredet,
nie find wir durch unsere Schuld in Konflikt mit ihnen ge—
raten, nie haben wir christlich-soziale oder überhaupt irgend welche
Politik in die Vereine hineingetragen. Auch jetzt, nach sechs Jahren,
müssen wir die begonnene Arbeit unermüdlich fortsetzen. Die drei
Jahre dauernde und in drei umfassfenden Streiks aufflammende
Bewegung hat tiefe Spuren im Denken und Empfinden der Arbeiter
zurückgelassen. Zum ersten Male hat die Bewegung des vierten
Standes auch das Saarrevier durchzuckt, sie hat die Gemüter mit
mancherlei neuen Gedanken erfüllt und die frühere Abgeschiedenheit
der Arbeiter im Saargebiete beseitigt. Darum glauben wir, daß
es auf die Dauer nicht mehr möglich sein wird, diese Arbeiter,
wie es bis zum Streik noch möglich war, durch die Fürsorge und
die Strenge des patriarchalischen Systems allein vor Entkirch—
lichung und sozialdemokratischer Beeinflussung zu behüten, zumal
die Mehrzahl der Vertreter desselben, wie auch Herr Kollege Lentze
chon hervorhob, selbst ganz unkirchlich ist. Die Organisation der