Full text : Freiherr von Stumm-Halberg und die evangelischen Geistlichen im Saargebiet

Zur Begründung unserer Erklärung vom 28. Februar. 17

folgen. Als Vorsitzender unserer Pfarrkonferenz darf ich wohl
im Namen ihrer sämtlichen Glieder es aussprechen, daß wir der
festen Zuversicht sind, daß die hohe kirchliche Behörde in solcher
Lage uns ihre Hülfe nicht verfagen werde. Euer Hochwürden
—
Schutz der hohen Behörde gegen diese ganz maßlosen Be—
schimpfungen unserer persönlichen Ehre zu verleihen, die wir
statt irgend welcher Anerkennung unserer Thätigkeit ernten, und
zum andern uns diejenige Billigung und Zustimmung zu unserer
„Erklärung“ und den ihr zugrunde liegenden Motiven auszu—
sprechen, von der wir nach obiger streng objektiver Darstellung
des Sachverhaltes überzeugt sind, daß sie uns nicht vorenthalten
werden wird.

Euer Hochwürden gehorjqaner

Tentze, Pfarrer emerit.

B. 2
Referat.

erstattet in der Pfarrkonferenz am 12. März 1896.

Der soeben vorgelesene Bericht des Herrn Collegen Lentze
an unseren verehrten Herrn Generalsuperintendenten scheint mir über
den ersten Absatz unserer Erklärung bereits gesagt zu haben, was
zu unserer heutigen Besprechung notwendig ist. Ich kann mich also
wohl darauf beschränken, vorwiegend die auf den zweiten Absatz
bezüglichen Thatsachen zusammenzustellen.
Unsere Erklärung war — das muß betont werden — nicht
dazu bestimmt, Stellung gegenüber der christlich-sozialen Bewegung
in Deutschland überhaupt zu nehmen.
Schon früher find in dem „Saarbrücker Gewerbeblatt“, der
„Saar- und Blieszeitung“, der „Saarbrücker Zeitung“ scharfe An—
griffe auf die christlich-soziale Bewegung oder einzelne Führer der—
            
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