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Die Kohlengrube hatten einige Private in Pacht; die
Konzeffion erlosch spaäͤter. Unter den geschichtlichen Thatsachen
aus der Bürgermeisterei Püttlingen verdient noch der Berg⸗—
orbeiter⸗Streik im Jahre 1889 genannt zu worden.
Das Köllerthal.
Die Gegend, welche man Köllerthal zu nennen
dflegt, liegt zu beiden Seiten des Köllerbach es, der aus
dem Eiweiler und Lummerscheider Bach entsteht; je nach den
Orten, die der Bach in seinem Oberlaufe berührt, wird er
als Heusweiler-Dilsburgerbach bezeichnet. Erst von Walpers⸗
hofen an führt er auf älteren und neueren Karten den
Ramen: Köllerbach; doch finden wir ab und zu — auch in
Urkunden — denselben als Püttlinger und Völklinger Bach
angeführt. Nach einem Laufe von etwa vier Wegstunden
ergießt er sich bei Völklingen in die Saar. Ueber die Ent—
stehung des Namens „Köllerthal“ herrschen unter den
Altertumsforschern verschiedene Meinungen. Die Einen
wollen Köllerthal von „Köhler“ ableiten, da naqchweislich
früher Eisenschmelzen und Glashütten hier gestanden und
Köhler in unmittelbarer Nähe dieser Hütten die erforderlichen
Holzkohlen dazu bereitet haben. Das Thal wird thatsächlich
in Urkunden aus der früheren und späteren Zeit des Mittel—
alters „Colredal“ oder auch „Kolerdal“ genannt.
Es wäre sonach die Thätigkeit einer Anzahl der Ein—
wohner im genannten Thale als Bestimmungswort genommen
worden und daraus die zusammengesetzte Bezeichnung
„Kölertal“ später „Köllerthal“ entstanden. Wir lesen von
einem Holzers, Steinhauer- und Grumbacherthal, warum
sollte es darum nicht auch ein „Kolertal“ geben.