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weiten Kirche nötig machte. Zunächst wurde eine gründliche
Erneuerung der alten Kirche vorgenommen, ein neuer Hoch—
altar, ein Nebenaltar, eine neue Orgel, neuer Fußbodenbelag
und eine neue dritte Glocke beschafft. Mit der Erneuerung
einer Turmuhr und der Herstellung einer Treppe von Sand⸗
stein auf der Aufhöhe, die zur Kirche führt, war die
Restauration beendet. Im Jahre 1888 endlich konnte auch
der schon längst beschlossene Neubau einer zweiten Kirche in
Bengesen vollzogen werden. Die neue Kirche wurde nach dem
Plan des Domarchitekten Wirth in Trier von dem Unter—
nehmer Joh. Weber aus Püttlingen ausgeführt. Die Kirche
kostete im Rohbau 80000 Mark. Die Kreuzesstation um
die Kapelle hat im Jahre 1899 eine eiserne Umzäunung
erhalten.
Der Bann der Gemeinde Püttlingen ist sehr ansehn—
lich; er umfaßt einen Flächeninhalt von 6722 Morgen; die
Gemeindewaldungen betragen 1424 Morgen. Die Flur ent—
hält hinreichend fruchtbares Ackerland, Wiesen, Eisen, Erz
und bedeutende Kohlenlager, letztere im sogenannten Bauern—
wald und Großwald. Ein Schieferbruch, nahe am Engel—
fanger Bann, war ehemals im Betrieb. Die Gemarkung von
Püttlingen grenzt gegen Norden an Kölln und Engelfangen,
gegen Osten an Malstatt, gegen Westen an Völklingen, Bous
und Derlen. Auf derselben liegt links am Frommersbach
ein beträchtlicher, früher den Herren von Crichingen zuge—
hörender (jetzt königlicher) Forst, der sogenannte Groß—
wald, alle übrigen rechts am benannten Bache gelegenen
Waldungen gehören dagegen der Gemeinde. Ueber den Er—
werb derselben liegen keine Nachrichten vor. Im allgemeinen
lähßt sich annehmen, daß die Gemeinden entweder schon in
früheren Jahrhunderten, in den Jahren 800 - 1000, als noch