Full text : Die Geschichte unserer Heimat

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ihren Teil dem Meyer zu Püttlingen in jener Periode auf
9 Jahre für jährlich 26 Malter Frucht, wovon / Korn,
213 Hafer. Von diesem Pacht gab der Meyer bei der
Zehnterhebung den Unterthanen den Wert eines Malters zu
vertrinken. — Der brückische Teil kam später an die
Herren von Helmstadt und von diesen 1729 an Nassau—
Saarbrücken.

Obgleich die Herren von Crichingen beider Linien
Püttlingen und Crichingen zum Protestantismus übergetreten
waren, machten sie doch von dem Reformations-Recht (Jus
reformandi), nach welcher sie die evangelische Lehre in ihren
Landen einführen konnten, keinen Gebrauch, hier wurde
demnach das in dieser Beziehung viel zitierte Wort:
cujus regio, cujus religio (derselbe Regent, dieselbe Religion)
nicht zur Wahrheit. Die Einwohner von Püttlingen blieben
nach wie vor katholisch.
Die jetzige Kirche ist im Jahre 1789 (nach anderen 1726)
von der Herrschaft Wied-Runkel erbaut worden; diese schenkte
auch der Kirche prachtvolle Kirchengeräte und Gewänder.
Einige Jahrzehnte darauf erfolgte die Erbauung des Pfarr—
hauses. Als Pfarrer werden genannt im Jahre 1618 Klein.
Unter dessen Amtierung wurde die Kreuz—
kapelle zerstört, dann aber wieder aufgebaut.
1688 wird ein Pfarrer Kaufmann genannt, 1720 Gottlieb
Kohl aus Kölln, 17389 Jak. Hilger, 1757 —77 Joh. Steffen,
1778 Retor Hammes, 1794 Joh. Kaufmann, 1797 Blaß,
1801 - 1805 Prost, 1806— 1807 Geoffaahy, 1808 -1815
R. Corrain, 1833 Joh. Hintgen, 1835 P. Wirr, 1856-71
Steden, 1871 -593 Pfarrer Joh. Wolff. Die Bevölkerung
nahm, in Folge der im Banne sich mehr und mehr aus—
breitenden Kohlenindustrie zu, daß sich der Bau einer
            
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