Full text : Die Geschichte unserer Heimat

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Wir kommen nun zur Geschichte des Dorfes Püttlingen.
Der Name Püttlingen ist abgeleitet von Pit, — Ab—
kürzung von Peter, — also Pitlingen. Diefses bestätigt sich
durch die ehemalige Benennung von Hessen oder Hafen-Pütt-—
lingen bei Saargemünd, welcher Ort öfters unter dem Namen
Peterlingen vorkommt. Das Dorf Püttlingen im
Köllerthal wird in Wadgassischen Urkunden „Hecken-Putt—
lingen“ genannt und später als Crichingen-Püttlingen
(Putélange Créhange), zum Unterschied von dem lothringischen
Püttlingen bezeichnet.
Püttlingen wird als Dorf urkundlich 1157 das erste
Mal genannt. Die Burg war eine sogenannte Wasserburg,
da ihre Anlage so eingerichtet, daß sie von Wallgräben um—
geben war, durch welche die Gewässer des Köllerbaches
flossen. Die Burganlage erstreckt sich mit ihren Vorhöfen
und dem eigentlichen Schlosse der Köllerbach entlang bis zur
heutigen Brücke; das Dorf lag zerstreut teils am westlichen
Bergabhang, teils im Thale nach Süden zu. Noch vor
Jahren fand man in der Nähe der Kapelle Mauerüberreste.
Erst nach dem 80jährigen Kriege wurden die weiteren An—
bauten an der westlichen Berglehne fortgefetzt. Der Ort
wurde im 80jährigen Kriege fast ganz zerstört; die Burg
brannte nieder und verfiel; noch wenige Mauerreste zeugen
von verschwundener Pracht und Herrlichkeit; denn sicher—
lich ist es in ihren Räumen früher einmal hoch hergegangen.
In den späteren Dokumenten finden wir nur erwähnt, daß
sich in Püttlingen die Ruinen eines Schlosses befinden.
Kirchliche Verhaltnisse.
Im Jahre 1200 befand sich bereits eine Kapelle in
Püttlingen, die eine Filiale der Kirche St. Peter in Bons
war. Das Patronat oder Pfarrbesetzungsrecht der letzteren
            
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