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Crichingen gehörte als unmittelbare deutsche Reichsherrschaft
zum Ober-Rheinischen Kreis.
Ein Beamter des Herrn von Crichingen hat uns über
diese Verheiratung eine Zeugenaussage hinterlassen, die also
lautet: Daß seine Herren von Crichingen die Herrschaft Püttlingen
im Köllerthale mit einer Tochter von Forbach, dieweil
kein Mannesstamm vorhanden, geerbt. Johann J. von Crichingen
wird urkundlich 1371 genannt; sein Sohn Johann II. ver⸗
heiratete sich vor 1394 mit Irmgard, der Tochter Arnolds
Herren zu Pittingen und brachte die Herrschaft Pittingen im
Luxemburgischen an sich. Dieser Arnold von Pittingen kommt
in Urkunden des Jahres 1376 als Neffe und Erbe der Ge—
brüder Johann und Nikolas von Dagstuhl vor. Arnold von
Pittingen wurde von Graf Johann II. von Saarbrücken mit
Gütern belehnt, welche früher die von Dagstuhl gehabt haben,
nämlich mit einem Teil von Wellingen, Knorscheid, Be sch—
weiler, Quierscheid, Käskastel, Uldingen u. s. w. Diese An—
leile gingen durch Irmgard von Pittingen an Johann II.
von Crichingen über.
Am 28. Februar 1408 wurde Johann II. von Crichingen
durch Rudolf von Coucy, Bischof von Metz, mit der Veste
Püttlingen im Köllerthal (Ia Forteresse de Putlange
au valan de Cologne) belehnt. Es scheint also, daß
kurz zuvor sein Vater Johann J. verstorben war, da nur
bei Eintritt einer Veränderung die Lehne neu empfangen
wurden. Johann II. geriet gegen das Jahr 1419 mit dem
Grafen Philipp von Nassau-Saarbrücken in Streit. Es hatten
chrichingsche Knechte, d. h. Knappen, nämlich Peter von
Lochweiler und Johann von Püttlingen im Saarbrück'schen
Gebiete (Sulzbach, Exweiler, Hasborn) gepfändet und ge—
brandschatzt und waren dabei von den Amtleuten des Grafen