2*
A
gedachtem Banne gehörten der Gemeinde zusammen 425 Morgen
Ackerland und Wiesen, (nach der Abtrennung von Clarenthal)
in 821 Morgen. Der Boden besteht aus weißer mit Sand
vermischten Lett-Erde. Man baute nach einer Mitteilung
aus dem Jahre 1764 in drei Fluren, wovon eine als Brache
beweidet wurde. Im Jahre 1524 befanden sich hier 8 Häuser,
1756 18 Häuser und 14 Gemeindemänner, 2 Witwen, 1
Schulmeister, 1 Hirte; die letzteren waren frohnfrei, die
anderen nicht. Der Bann grenzte gegen Morgen an Gers—
weiler und Clarenthal, gegen Mittag an den herrschaftlichen
Wald, gegen Abend an Geislautern und Wehrden, gegen
Mitternacht an die Saar (anderseits Völklinger Bann). Der
war, wie wir einer Beschreibung aus dem Jahre 1764 ent—
nehmen, fest abgegrenzt, doch bestand mit Clarenthal ein
Prozeß wegen Schiffsitters, sowohl in Hinsicht auf die Bann—
grenze, als auch die Weideberechtigung im gedachten Walde.
Die Gehlenbacher, (jetzt Stangenmühle) herrschaftliche Erb—
bestands-Mühle lag auf Fürstenhauser Bann, wiewohl die
Clarenthaler solche auf den ihrigen ziehen wollten.
Der herrschaftliche Hof, die Fenne genannt, liegt
ebenfalls auf Fürstenhauser Gemarkung. Der Hof bestand
schon 1680, später wurde er versteigert und ging in Privat—
besitz uber. Die dort befindliche Schweizerei pachtete im
Jahre 1761 der Hofagent Bär-Hertz. Von den Einwohnern
des Dorfes waren 2 Reformierte, nach Ludweiler gepfarrt, 5
Katholisch, die übrigen evangelisch lutherisch; die letzteren
mußten nach Völklingen zur Kirche gehen. In die dortige
evangelische Schule hatten die evangelischen Kinder von Geis—
lautern, Wehrden und Clarenthal zu gehen. Vom großen
Zehnten zog die Herrschaft '3, das Stift St. Arnual s und
Warsberg 3. Die Fürstenhauser Fähre stand früher der