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obwohl sehr zerfallen, noch vorhanden war. Fürst Wilhelm
Heinrich ließ 1763 einen Grundriß zu einer steinernen
Brücke mit 4 Bogen entwerfen; das Projekt kam jedoch nicht
zu stande, bis erst in neuester Zeit, im Jahre 1869, dasfelbe
zur Ausführung gebracht wurde, freilich unter ganz anderen
Berhältnissen. — In alter Zeit besuchten die Evangelischen
die Schule zu Fürstenhausen, den Katholischen erteilte der
katholische Schulmeister von Völklingen Unterricht. Seit
vorigem Jahre ist für das Wehrder Schulwesen, soweit es
sich auf die katholischen Verhältnisse bezieht, ein Rektor an⸗
gestellt; die Evangelischen haben ein Schulgebäude, das sich
an der Straße nach Geislautern befindet.
Die Gemeinde-Einkünfte bestanden in dem Erlös von
Gemeindeholz und den Einstandsgeldern der neu aufgenommenen
Gemeindeglieder. Der herrschaftliche Schäfer zu Geislautern
hatte das Recht, den Bann während des ganzen Jahres zu
bestreichen. Die Gemeinde war im Warntwalde zur „Ecker⸗
mast“ ihrer Schweine berechtigt, wofür 6 Albus für das
Stück als Steuern an die Herrschaft bezahlt werden mußten.
Die Jagd und die Fischerei waren herrschaftlich, doch war
das Angeln und das Fischen mit Hebgarnen in der Saar
erlaubt. Unweit der Saar stand das herrschaftliche Zollhaus;
hier wurde beim Durchpassieren für alle zollbaren Gegen—
stände ein Zoll erhoben. Früher gab es im Bannbezirke
Eisen- und Erzhüttenwerke. Mit der Errichtung des Eisen⸗
werkes in Völklingen kam der Ort zu großer Entwickelung;
seine Einwohnerzahl dürfte jetzt annähernd 3000 sein. Im
Dorfe befindet sich eine Postagentur. Die Erbauung einer
eigenen katholischen Kirche schreitet rasch vorwärts; ihre Weihe
soll noch im Jahre 1899 erfolgen.
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