Full text : Die Geschichte unserer Heimat

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Die Abtei Wadgassen hatte, wie das Jahrgeding von
1422 nachweist, die Fähre zu Wehrden zu bauen und zu
unterhalten und den Fährleuten jährlich an Martini zu geben
1 Sester Wein, 1 Sester Brod, 2 Paar Schuhe, 2 Paar
Handschuhe und einen Preß-Käse. Dagegen hatten diese die
Weinfuhren des Konvents von Wadgassen überzuführen. Im
Jahre 1474 schloß die Gräfin Elisabeth einen Vertrag mit
Johann von Crichingen über das zu Wehrden zu entrichtende
Fährgeld. — Die Mühle an der Rossel war herrschaftlich;
die Einwohner des Völklinger Hofes mußten dasebst mahlen
lassen. Im Jahre 15349 belohnte Graf Philipp seinen
Vasallen Nikolas von Alben mit der Mahlmühle in Wehrden
an der Rossel, dessen Erben verkauften sie im Jahre 1582
mit Bewilligung des Grafen Philipp an den Oberamtmann
Friedrich von Löwenstein für 2000 Gulden. Graf Ludwig
brachte fie 1602 wieder durch Kauf an das herrschaftliche
Domän zurück. Der Bann von Wehrden grenzt nach der
Beschreibung vom Jahre 1638 an Fürstenhausen, Geis—
lautern, den Warnt, Werbeln, Schaffhausen, Hostenbach und
wird gegen Ost und Nord von der Saar und Völklingen
umschlossen. Er enthält 782 Morgen Acker und Wiese;
630 Morgen Gemeindewaldungen, 60 Morgen Rothecken und
wird in vier Fluren gebaut. — Im Jahre 1670 befanden
fich in Wehrden 5 Haushaltungen; im Jahre 1756 gab es
dort 27 Häuser und die Mühle, 85 lutherische, 1 reformierte
und 21 katholische Familien, davon waren 26 Gemeinds-—
männer und 2 Hintersassen. Die Einwohner gehörten zum
Völklinger Hofe oder Meyerei, wo sie jährlich der Vorlesung
der Dorfordnung beizuwohnen hatten. Im spanischen Erb—
folgekrieg 1702 - 17183 hatten die Franzosen eine hölzerne
Brücke über die Saar erbaut, die noch im Jahre 1731,
            
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