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in Kölln Pfarrer Schwendler, in Ludweiler Pfarrer Fäsch
und in Carlsbrunn Pfarrer Thomos beteiligt.
In der Nacht vom 15.-16. Juli war ein furchtbares
Gewitter hier und im Köllerthal, dasselbe richtete große Ver—
heerungen an. Zur Fastnacht 1784 war eine so grimmige
Kälte, daß Menschen und Vieh, insbesondere die Vögel in
der Luft erfroren sind. Wegen beständigem Schneefall waren
die einzelnen Orte vom Verkehr abgeschnitten. Durch schnelles
Schmelzen des Schnees schwoll die Saar an, so daß auf weite
Strecken alles unter Wasser stand und das Wasser großen
Schaden anrichtete. Seit 1683 soll kein so hoher Wafsserstand
hier gewesen sein. Die wichtigen politischen Ereignisse, welche
sich in Frankreich vom Mai 1789 an vollzogen, waren auch
für das Nassau-Saarbrück'sche Land nicht ohne Folge ge—
blieben. Fürst Ludwig mußte im Jahre 1793 aus dem Lande
flüchten, das Land wurde mit Frankreich vereinigt. Es
folgten wieder Jahre des Greuels und des Schreckens. Mit
brennenden Pfeifen spazierten die Republikaner während des
Gottesdienstes in der Kirche umher, störten die heiligen Hand—
lungen, äfften die Knixe und Zeremonien der Geistlichen nach,
die Glocken wurden eingeschmolzen, die Gräber entweiht u. a. m.
Am 29. September 1793 brachten die Preußen die ersehnte
Hilfe, zunächst wurden die Saarberge von Bliesransbach bis
Völklingen nach und nach besetzt, dann wurden Schanzen auf—
geworfen, aber lange sollte es noch dauern, ehe das Land von
den französischen Blutsaugern befreit wurde. Vom Juli 1794
an wird das hiefige Land vom Distrikt Saarlouis aus ver—
waltet, Gefälle und Zehnten und alles andere mußte dorthin
bezahlt werden. Das Jahr 1798 bringt die Einführung der
Cantonalverwaltung; in den Städten und Ortschaften wurden
unter großen Feierlichkeiten Freiheitsbäume gesetzt; alle