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1683 auf dem Wege nach Saarlouis den Ort Völklingen.
Am Anfang des nächsten Jahres erließ Anton Bergeon de la
Goupilliere, Königlicher Intendant der Justiz, der Polizei und
der Finanzen im Saar-Departement die Verordnung „daß alle
diejenigen, welche die katholische Religion annehmen würden,
vier Jahre von allen Lasten und Beschwerden, Einquartierungen,
Umlagen, Steuern und Frohnten, mit Ausnahme der Renten,
befreit sein sollten. Mit dem Befehl an alle Amtleute, Meyher,
Schultheißen und Schöffen, bei Strafe der Wiederersetzung
die Neubekehrten mit besagten Lasten nicht zu belegen.“ Dieser
Befehl wurde im Gemeindehause angeschlagen; dasselbe hat auf
dem Platze gestanden, wo Bäckermeister Karl Röchling wohnt.
Sämtliche vorhandenen Kirchen im Lande wurden den
Katholiken eingeräumt. Für Völklingen ist unter den fran—
zösischen Neuerungen von Interesse, daß der Ort dem Schorn⸗
steinfegerbezirk Kreuznach zugewiesen wurde. Alljährlich mußten
2 dortige Schornsteinfeger gegen 5 Albus für einen Schornstein
hier die Essen kehren. Dieser Vertrag wurde 1687 aufge—
hoben und die Reinigung der Kamine einem „Laiendecker“
in Saarbrücken übertragen.
Die Religionsbedrückungen gegen die Evangelischen
steigern sich, der Besuch des lutherischen Gottesdienstes wird
bestraft, die Kinder durften die Katechismuslehre nicht mehr
besuchen; durch eine Verordnung wurden die Eltern an—
gehalten, ihre Kinder in die katholischen Schulen zu schicken
„um lesen, schreiben und französisch sprechen zu lernen bei
Strafen von 10 Livres monatlich für jedes Kind.“ — Die
Herrschaft der Franzosen hatte mit dem Jahre 1697 wieder
ihr Ende erreicht.
Durch den am 30. Oktober 1697 zu Riswick geschlossenen
Frieden wurde unter andern auch die Grafschaft Saarbrücken