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dort am Leben. In Gersmweiler lebten noch drei, in der
ganzen Völklinger Meyerei oder Hof noch neun;
im Köllerthaler und Heusweiler Hofbezirk war beinahe alles
ausgestorben. Der Abt Philipp Gretsch von Wadgassen hat
in seiner Kirchenrechnung vom Jahre 1635 folgendes notiert:
Vidi meis oculis intestina, ossa humana occisorum, et
curavi feminam sepelire ex Ferstenhausen, quae pernoctandi
gratia, praeter ipsum enim nemo eéerat in Werbele ex istis
partibus, apud ipsum diverteérat, quam occidit. Vir occisae
custinuit quidem aliquot ictus in somno at sse eripuit et
evasit ete. Das heißt in deutscher Sprache: „Ich sah mit
meinen eigenen Augen die Eingeweide und Gebeine erschlagener
Menschen. Und habe eine Frau aus Fürstenhausen
beerdigen lassen, welche bei ihm (dem obenbesagten
Menschenfrefser) zum Uebernachten (nit ihrem Mann) einge—
kehrt war, denn sonst war aus jener Gegend außer ihm
niemand in Werbeln, die er totgeschlagen hat. (Der Abt redet
nämlich von einem Hans aus Werbeln, der die Menschen
totgeschlagen und gefressen hat. Der Mann der Erschlagenen
hatte zwar einige Streiche im Schlaf erhalten, er hatte sich
aber aufgerafft und entfloh.“
Diese Notiz charakterissiert die Zustände der damaligen
Zeit in mehr als genügender Weise, da gab es kein Haus,
in welchem nicht, so berichtet Graf Johann von Nafssau-Saar—
brücken an Kaiser Ferdinand, „in welchem die Leut vor
Hunger nicht allein unnatürliche Speisen gegessen, wo sie dann
rafend geworden, wie Wölf und Hund geheult, auf allen
Vieren gelaufen.“ Wir verzichten auf eine weitere Schilder—⸗
ung. Durch den Westfälischen Friedensschluß 1648 erhielten
die Grafen von Nassau-Saarbrücken ihr Vand wieder; man
fing an sich nach und nach wieder zu erholen, soweit dies