Full text : Die Geschichte unserer Heimat

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Im Jahr 1575 fand die Reformation in Völklingen
Eingang.
Am 25. März 1576 wurde Caspar Streilin, welchen
Dr. Marbach von Straßburg empfohlen, als evangelischer
Pfarrer eingeführt und ihm zugleich auch die Kirche zu Rosseln
und Schwalbach übertragen.
Das Einkommen der Pfarrei bestand nach der Aufnahme
vom Jahre 1575 in 14 Maltern Korn, 13 Maltern Hafer,
18 Fuder Heu, 23 Ackerfeldern, einer Rente von 3 Gulden
ijs des kleinen Zehnten im Völklinger Hof, Casuelien u. s. w.
Widdumhof das heißt: Pfarrhaus mit Scheuer, Stallung
und Gärten. Die Kirchenfabrik befaß: An Wieswachs 31
Fuder, an Ackerfeldern 3913; an Rodbüschen für 10 Faß
Korn 5 Morgen, ferner 3 Kühe und Z3 Kälber. Eine Rente
von 1 Maß Wein. Die Kapelle zu Geislautern: 9 Fuder
Wieswachs, 5 Ackerfelder, 2 Rodbüsche. (Diese Güter wurden
später zur allgemeinen Landes-Kirchenschaffnei gezogen und
vom Stift Arnual verwaltet.) Gemäß des Verhör-Protokolls
von 1591 stand dem Pfarrer zu Völklingen das Recht zu,
„von jedem bespannten Unterthan der Pfarrei jährlich eine
Ackerfuhr von einem Tag und von den über der Saar ge—
legenen die Holzfuhre zu verlangen.“ Der Pfarrsprengel
blieb geraume Zeit derselbe, später wurde Rosseln (1631) und
Schwalbach vom Kirchenverband abgegeben; bis 1724 gehörte
dazu auch Kölln. Die im 830jährigen Kriege schwer beschädigte
Kirche war so baufällig geworden, daß 1672 ein Neubau
erfolgen mußte. Zu diesem Neubau, der auf den Grund—
mauern der abgerissenen Kirche erfolgte, hatte Warsberg s
dazu beizutragen. Der Bau kostete 144 Gulden, wozu
Warsberg 24 bezahlte. Dabei waren noch nicht berechnet die
Kosten für den Turm und die Frohnden.
            
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