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schwarzen Herzog wieder einen offenen Fehdebrief zuschickte,
überfiel ohne Säumen Herzog Ludwig das Land Nassau—
Saarbrücken, belagerte St. Johann und brannte am 19. Febr.
1471 Völklingen, Burbach und Malstatt nieder; brandschatzte
die hiesige Einwohnerschaft bis auf's Blut und zog nach mehr
denn 2 Monaten, am 24. Mai 1471 in das Köllerthal, wo
er gleiche Verheerungen anrichtete. Die Fehde wurde im
September des Jahres 1471 geschlichtet und durch ein großes
Turnier das Friedensfest ausgezeichnet. Die armen Einwohner
bauten ihre Hütten wieder auf um nach Verlauf mehrerer
Jahrzehnte wieder neuen Heimsuchungen preisgegeben zu sein.
Diese Heimsuchung bestand dieses Mal darin, daß Gott,
wie es in einem alten hierüber vorhandenen Schriftstück heißt,
im Jahre 1503 die Pest schickte. Die Leute starben dahin
wie die Fliegen; alle Vorkehrungsmaßregeln, die freilich
damals noch sehr primitiv waren, erwiesen sich als vergeblich.
Man stiftete „gemeinsam und einträchtiglich zu ewigen Tagen
ein ewig Wuchen-Messe alle Woch im Kirchlein an
der Sar.“
Es kam die Zeit der Reformation, die jedoch hier zu—
nächst spurlos vorüberging, da die Landesherren streng an
ihrem Glauben festhielten, bis nach dem Tode Philipps von
Nassau in Saarbrücken eine Aenderung eintrat. Die Stifts—
herren von St. Arnual wandten sich einer nach dem anderen
der neuen Lehre zu, ihnen folgten die herrschaftlichen Beamten
und bald darauf traten die Einwohner der Städte und
schließlich die des platten Landes zur Lehre der Augs-—
burg'schen Konfession über. Diese Thatsache führt uns zur
Betrachtung der kirchlichen Verhältnisse im Orte.
Der Ursprung der hiesigen Kirche ist, wie der des Ortes
selbst. im 5. oder 6. Jahrhundert zu suchen. Aus dem