Full text : Die Geschichte unserer Heimat

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ein anderer hatte die Briefe nach Bucherbach zu tragen,
wenn sich die gnädige Gräfin dort aufhielt, und ein vierter
Hofbewohner hatte die Befangenen zu bewachen.
Die im Jahrgeding erwähnten Maße führen uns auf
das Maß-, Gewichtz- und Manzwesen, wie es hier im
Mittelalter bestanden hat. Umer einem Sester, von dem
lateinischen Worte sextarius abgeleitet, wurde der sechste Teil
einer Maß verstanden, die 2 Schoppen enthielt; 4 Schoppen
waren eine Saarbrücker große Maß — 1969 Millilitres;
eine Muth entsprach der heutigen Tonne, nur daß diese
30 Zentner enthielt. 1 Gulden hatte 24 Albus, 1 Albus
— 214 Kreuzer oder 8 Pfennige. Unter einem „Blanker“,
einer viel verbreiteten Münze verstand man 12 Albus,
12 Blanke machten einen Lothringer Franken aus, das war
sfoviel wie 18 Kreuzer. Interessant sind dazu die Vergleiche
mit den Worten, beziehentlich mit den Preisen der Lebens—
mittel. Das Pfund Hammelfleisch kostete im 16 Jahrhundert
in Völklingen 1 Albus, das Pfund Rindfleisch 12 Albus,
also etwas 12 Pfg. das Bockfleisch e Albus; für ein Fuder
Holz wurde 7 —8 Albus bezahlt, ein Steinmetz oder Zimmer—
mann erhielt nach einer Kostenberechnung, die uns aus dem Jahre
1600 vorgelegen, täglich 3 Albus 4 Pfg. das sind 28 Pfg.,
ein Grasmäher 32 Pfg. (also mehr als ein Zimmermannl!),
ein Kornschneider wieder weniger, nämlich 20 Pfg., eine
Schnitierin 16 Pfg., Heumacherin 8 Pfg., Drescher 4 Pfg. ().
Für ein Acker zu pflügen wurden 8 Albus, für 1 Wagen
Dünger zu fahren 1 Albus, für Heu einzufahren 83 Albus
1Pfg. gezahlt.
Es erübrigt sich nun noch bei der Geschichte des
Völklinger Hofes auf einige Namen zurückzukommen, welche
als Meyer und Schöffen von Bedeutung gewesen sind. Es

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