Full text : Die Geschichte unserer Heimat

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Ihr Selzer kommen hervor euwerm Geseige als das ein
Recht ist.

Dann kommen der Selzer und spricht einen nach dem
andern: Schultheis gebe meinen Gesellen und uns Urlaub
unser Geschirr niederzusetzen. Das gonnet ihnen der Schul—
theis wohl. So setzen sie ihr Mülster nieder und legen auf
jeglichen Boden drei Pfennige.
Dann so beschütt man das Mülster mit Leinsamen und
das thut ein Meyer (item ob der Schultheis den Mülster
oder Streichen mit beschütten wollt, so gebt jeglicher Selzer
dem Schultheisen Gelt vorem Pin Wins der also herbracht)
und der Büttel von St. Arnual den Schultheisen Knecht
steht dabei.
Ob annich Mülster oder Stricher ungerecht erfunden
wurde, der werden vor Gericht gebracht und zerbrochen und
der das hat, er were das Beste nemlich 60 Schilling, 1
Heller und den Schöffen ein Sester Win verfallen.
Dan hat der Schultheis die Schöffen beladen, daß er
Recht bringen, geschehe es, daß ein Selzer, der Gescherr,
Wagen oder Karren uf de Markt feil hatte, ob er von
jeglichem Geschirr 1 Mülster uf in Recht schuldig sey.
Darauf Schöffe gemeß welche Selzer 2 Geschirr hab,
es sei Wagen oder Karren uf de Markt und hat uf jeglichen
Karren ein Meße (Mäschen) und ein Mülster, so ist er auch
don jeglich Geschirr schuldig ein Mülster (Salz zu liefern)
und das Recht daruff. So das geschehen, so heißet ein
Selzer vorhin alle Urlaub ihr Geschirr ufzuheben.“
Auf gleiche Weise wurde das Maß und Gewicht der
Wirte, Metzger, Krammeister, Weber und alle welche
Wandelkauf trieben, untersucht, beschüttet und aufgezogen.
Fand es der Schultheis für gut diese Untersuchung zu unter—
            
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