Full text : Die Geschichte unserer Heimat

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1. Am ersten so setzt sich der Schultheis und so er ge—
sessen ist, so kommt der Meyer von St. Arnual und hat
einen weißen Stab in seiner Hand und spricht. Schultheis,
seit Ihr zu Gericht gesessen? So spricht der Schultheis: Ja!
— Dan sagt der Meyer: So gebt mir Urlaub, daß ich
Euch den Stab gebe. Schultheis: Urlaub habe. Dan gieb
der Meyer ihm den Stab.
2. Darnach so kommt der Meyer von Folklingen, (der⸗
selbe hat Hermannes Peter geheißen) oder einec auß den
Schöffen und sprechen: Schultheis, die Schöffen und Gericht
bitten, daß Ihr ihnen einen Mann genannt, der ihnen das
thue. Tan spricht der Schultheis: Weß begehrt Ihr? —
So antwortet der Meyer nennt den Schöffen, den er begehrt.
Spricht der Schultheis: Ich erlaub es. Uch wohl!
3. Darnach spricht der Schultheis zu dem, der Wort hat:
Als man heut mien gnädige Herren geflest (7) zu wessen fin
Herrlichkeit und Gerechtigkeit diese Messen und Du nun dem
Schöffen sin Wort thun sollt, so gang uß und num die
Gesellen zu Dir und bring nur Recht, was ich soll anfahen,
daß ich min gnädig Herren sin Herrlichkeit behalten und
Niemands Unrecht thue. Dann get der Schöffen uß und
beredt sich und kummt wieder und spricht: Die Schöffen wisset,
deß Ihr den Meyer und Büdel von Folklingen fragen sollt,
ob das Gericht bestellt sey? Wen sie den sagen, ja, so heißet
die Schöffen Urlaub, geht uß und beredt sich, kommt wieder
und spricht:
Er soll geheißen herkommen die Selzer mit ihren
Mülstern. Kommen sie als recht ist, sy mögen sein genißen,
kommen sie nit, so mögen hier entgelten. Dan so heißet
der Schultheis dem Meyer von St. Arnual, daß er den
Selzer heißt, herkommen als Recht ist. So rufet der Meyer:
            
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