Full text : Die Geschichte unserer Heimat

24

worden, von welcher Qualität derselbe nach der hiesigen Boden—
lage gewesen sein mag, wäre ficherlich für hiesige Weinkenner
der Feststellung wert. Als Weinlage wird der Bergabhang
an der jetzigen Straße nach Bous bezeichnet. Für den Bo—
taniker bietet dieser Abhang, auf den die Sonne so recht nach
Herzenslust scheinen kann, heute noch eine gute Sammelstätte,
warum sollte hier nicht auch der Wein zur Reife gebracht
worden sein? Die Römer, denen wir die Anpflanzung der
Weinrebe im Saarthale zu danken haben, müssen doch die
Erfahrung gemacht haben, daß auch bei uns der Weinbau
sich als möglich erweisen werde. Die Völklinger hatten'die
Bank am Schlosse zu Saarbrücken mit zu erhalten, das
heißt, sie mußten ihre Früchte zum Verkaufe dorthin bringen,
außerdem waren sie noch verpflichtet von jeder Haushaltung
jährlich 3 Hühner an die gräfliche Hofhaltung abzuliefern;
vom Bann überhaupt mußten 28 Kapaune dorthin gebracht
werden

Die Bezeichnung „Hof“ verschwand mit der Zeit,
an seine Stelle kommt später der Name „Volklinger
Schultheißerei“ vor; dieselbe war dem Oberamte Saar—
brücken zugeteilt. Nach einer weiteren Bestimmung mußten
alljährlich einmal die gesamten Einwohner des Hofes zu
Völklingen in Völklingen zusammenkommen und dort der
Verlesung der Dorf-Ordnung beiwohnen. Von dem Völk—
linger Hofe ist nun das eigentliche Dorf Völklingen zu
unterscheiden. Es muß hierbei nochmals betont werden, daß
unter dem Hofe nicht ein Gut allein verstanden werden
darf, das früher dem deutschen Könige, später der Herrschaft
Nassau-Saarbrücken gehörte, sondern der Bezirk, in welchem
und über welchen der Meyer zu Völklingen im Namen des
Grafen die obrigkeitlichen Rechte ausübte.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.