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zeichnend ist es übrigens, daß sich die Gründer nicht der
römischen Niederlafsungen bemächtigt haben, die sich in weiten
Abstaͤnden von der Furstenhauser Faͤhre bis zu dem heutigen
„Schulze Feld' erstreckten und die verödet, einer helfenden
Hand warteten, damit neues Leben aus den Ruinen erblühe.
Die Franken verzichteten darauf; denn von jeher ist der
echte deutsche Mann römischem Wesen abhold gewesen und
daher mag es wohl auch gekommen sein, daß unsere Franken
die Römerstätten achtlos liegen ließen. Die hiesige Gegend
war damals nach der Saar zu bereits vom Walde gelichtet,
waͤhrend nach Norden, Westen und Osten zu sich ungeheure
Wälder ausdehnten, durch welche die von den Römern ange—
legten Straßen führten.
Hier gab es Arbeit genug, um den Boden urbar zu
machen, den Wald zu lichten, damit die Sonne herein
dringen konnte auf die neuerstandene menschliche Ansiedlung
in der Saarniederung. Die Gemarkung von Völklingen
erstreckte sich uber den heutigen Bann Völklingens und über
Wehrden, Fürstenhausen, Geislautern, Fenne, Clarenthal und
Knausholz. Wir können darum mit Recht sagen, die
Bürgermeisterei zu Völklingen beruht auf historifcher Grund⸗
lage; die große Gemarkung, die Rechte, welche die Urgemeinde
Völklingen als Königliches Regal hatte, konnten als vorher⸗
bestimmend betrachtet werden, daß sich aus Völklingen einmal
eine große Stadt entwickeln werde; seine natürliche Lage als
Verkehrsmittelpunkt der sich hier kreuzenden Römerstraßen,
späteren Geleits⸗ und Handelsstraßen“*), ließ das mit Sicher⸗
heit erwarten.
*) Diese Geleits⸗ und Fandelsstraßen führten, wie wir aus einer
Urkunde vom Jahre 1354 erfahren, von Völklingen nach Malstatt —
St. Johann — Brebach — Güdingen, wo sie fich teilte; ein Zweig