Full text : Die Geschichte unserer Heimat

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die mit dem Untergestell von weißen Sandsteinen die augen—
scheinlichsten Merkmale an sich trug, daß sie seiner Zeit mit
dem Gebäude gewaltsam zerstört worden war. Hier wurde auch
eine Brunnenleitung entdeckt, die aus einem Kanal bestand,
welcher eine Oeffnung von etwa 15 Centimeter hatte.
Unweit des Puüttlinger Weges, der nach Ritterstraße
hinaufführt, finden wir heute noch zu tage liegende Ueberreste
eines römischen Bauernhauses (villa rustica), römische Ziegel,
Topfgeschirr, kleine Steine u. a. m.
Ganz besonders reich an römischen Altertümern ist der
Bann von Völklingen. Der Umstand, daß hier schon im
frühesten Altertum mehrere Straßen kreuzten, hatte für die
Römer zunächst eine wichtige strategische Bedeutung, andrer—
seits eigneten sich die zum teil sehr fruchtbaren, meist nach
Süden abgedachten, nach Norden und Nordosten durch Gebirge
geschützten Landereien vorzüglich zur Anlage landwirtschaft⸗
licher Gebäude, infolge dessen gründeten die Römer hier mehr⸗
fache Niederlassungen. Deutliche Spuren solcher Niederlassungen
finden wir auf dem rechten Saarufer in unmittelbarer Naàhe
der Fürstenhauser Fähre und dann an der Straße nach Bous,
auf der Strecke vom westlichen Ausgange Völklingens bis zu
dem Brunnen, welcher dort an der Straße in der Wiese zu
finden ist.
Ein Teil des vorhanden gewesenen Mauerwerkes und
Brandschuttes ist im Jahre 1842 bei Anlegung der Straße,
die den Platz quer durchschneidet, ausgehoben und beseitigt
worden. Bei dieser Gelegenheit sind unter anderem mehrere
römische Kaisermünzen gefunden worden, die dem 2. und 8.
Jahrhundert angehören.
Zahlreiche Spuren von der Anwesenheit der Römer
weist auch die Gegend von Clarenthal und der Fenner Glas—
            
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