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und dem Gelage. Bei Harfenklang und dem Gesang der
„Skalden“, unter dem Schalle der Heldenlieder „tranken
sie immer noch eins.“ aus den Hörnern des Urs Bier und
Met. Die Frau besorgte das Hauswesen und die Leibeigenen
den Acker. Leider wurde beim Trunke nicht immer Maß
gehalter und dann kam es wohl in der Hitze des Spieles
vor, daß der Germane seine eigene Freiheit auf die
Würfel setzte.
So finden wir unsere Vorfahren, die in der hiesigen
Gegend zum Stamm der Caracaten gehörten, als sie zum
erstenmale mit dem mächtigen weltbeherrschenden Volke der
Römer in Berührung kamen. Julius Cäsar besiegte im
Jahre 58 vor Christus den Markomannenfürsten Ariovist und
unterwarf nach und nach ganz Gallien und damit war auch
das Schicksal der Caracaten besiegelt. Die Caracaten, nach
anderen auch Saracaten oder Sarovaten genannt, wurden
von den Römern in jeder Beziehung unterdrückt und ver⸗
drängt; ihr Name verschwand. Die römische Sprache, römische
Sitten und Gebräuche bürgerten sich ein und nach römischem
Recht wurden die Urteile gesprochen.
Nahezu 400 Jahre stand die hiesige Gegend unter
römischer Herrschaft. Noch heute finden wir in unserer Hei⸗
mat zahlreiche Ueberreste, die uns an die dereinftige Anwesen⸗
heit der Röͤmer erinnern. So wurden bei Anlegung der
Eisenbahn, welche aus dem Gerhardstollen zur Halde führt,
in Louisenthal am Waldabhange zahlreiche römische Aschen—
krüge, Hohl⸗ und Leistenziegel gefunden. Bei dem Bau des
Johann Wahlster'schen Hauses in Louisenthal fand man auf
dem anstoßenden Ackerstücke die mit Kalkmörtel verbundene
Fundamentmauer eines römischen Gebäudes. Ausgezeichnet
durch elegante Formen waren die Trümmer einer Tischplatte,