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von dem Bauunternehmer Winter in Sulzbach ausgeführt
wird; am 8. August 1899 wurde derselbe begonnen.
Noch fehlt freilich viel bis zur Vollendung des auf ca.
45 000 Mk. veranschlagten Baues; doch will die Gemeinde
den noch nötigen Betrag durch Aufnahme einer Anleihe decken
und hofft dabei, daß die ihr bisher so reichlich gespendete
Unterstützung der zahlreichen Freunde und Gönner auch ferner⸗
hin nicht fehlen werde.
Im Hinblick aber auf die allgemeine Entwickelung der
Verhältnisse in unserem Dorfe Holz ist der Wunsch und die
Hoffnung gewiß berechtigt, daß auch dieses Werk des evange—
lischen Kirchbaus an seinem Teile beitragen möge zur Bil—
dung und Hebung der Bevölkerung, zur Befestigung und
Stärkung derselben in wahrer Gottesfurcht, Sittlichkeit und
Treue gegen Gott, König und Vaterland. Und in diesem
Sinne wird gewiß jeder Unbefangene und Wohlwollende der
Bergmanns-Gemeinde Holz sowohl zur Vollendung des Kirch—
baues, der eine Zierde des Ortes auch äußerlich zu werden
verspricht, wie zu ihrer weiteren gedeihlichen Entwickelung
von Herzen wünschen ein fröhliches „Glück auf!“
Wahlschied. Wahlschied (Walst) an dem Wahlbach
(richtiger Wallbach), nördlich von Holz, bildete mit dem dazu
gehörigen Hofe Lummerscheid einen Hof und ein eigenes Hoch—
gericht. Aller Wahrscheinlichkeit nach war derselbe ein Be—
sitztum der Herren von Dagstuhl. Die beiden Dörfer kamen
später an die Abtei Wadgassen, welche sie 1548 an die
Saarbrücksche Herrschaft abtrat gegen Austausch des Ortes
Bous. Später wurde der Hof der Mehyerei Hilsbach zuge—
teilt. Im Jahre 1756 waren hier 10 Häuser, eine evange—
lische Kirche und ein Schulhaus. Die Gemeinde bestand aus
10 Familien, wovon die Hälfte katholisch, die andere lutherisch