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ungefähr einem Jahrzehnt den Wunsch des eigenen Besitzes
eines würdigen und den Verhältnissen der evangelischen Be—
völkerung entsprechenden Gotteshauses in vielen Herzen erweckt.
Ein Hindernis schien jedoch in der Nähe des bisherigen
Kirchortes Wahlschied zu liegen, mit welchen zusammen Holz
seit dem vorigen Jahrhundert als Filiale zu Heusweiler
gehört hatte. Nach langen Verhandlungen kam es endlich
im Jahre 1895 dazu, daß Holz — und zwar nicht nur mit
Zustimmung, sondern mit auf Veranlassung der vorgesetzten
Kirchenbehörde, als besondere Gemeinde für sich und im
Frühjahr 1896 als selbständige Kirchengemeinde konstituiert
wurde. Noch fehlte aber zur Selbständigkeit das Nötigste,
die eigene Kirche. Zwar hatten die Evangelischen von Holz
mit großer Opferwilligkeit seit dem Jahre 1890 über
9000 Mark an freiwilligen Beiträgen zum Bau einer
Kirche aufgebracht; doch genügte diese Summe bei Weitem
noch nicht, das von Vielen so heiß ersehnte Ziel zu erreichen.
Erst die kräftige Unterstützung der hohen kirchlichen
und staatlichen Behörden sowie des treuen Helfers in kirchlicher
Not, des Gustav-Adolf-Vereins führte die Gemeinde ihrem
Ziele näͤher. — Zu den 9000 Mk. freiwillig aufgebrachten
Beiträgen kamen über 5000 Mk. Gustav-Adolf-Vereinsgaben,
ferner eine Kirchen- und eine Hauskollekte im Betrage von
zusammen gegen 14000 Mk.
Als nun auch noch im Frühjahr 18896 ein Kirchbauplatz
von einem Mitglied des Presbyteriums, V. Fr. Schmidt,
der Kirchengemeinde geschenkt worden war, kam die Gemeinde
ihrem erstrebten Ziele immer näher. Im Frühjahr d. J.
(1899) erteilten die vorgesetzten kirchlichen und staatlichen
Behörden die Genehmigung zum Beginn des Baues, der
nach den Plänen des Architekten H. Güth in St. Johann