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dem Nikolaus von Dagftuhl, in Streitigkeiten geriet, deren
Schlichtung er der Entscheidung zweier Schiedsrichter über—
ließ. Lange Zeit blieb Holz ein Meierhof, klein und gering
an Zahl der Einwohner, die teils von Ackerbau und Vieh—
zucht, teils als Waldarbeiter im herrschaftlichen Dienste ihr
Leben fristeten; doch legten die Grafen von Saarbrücken,
wie aus obigem erhellt, schon in alter Zeit Wert auf die
Gegend und Ortschaft wegen ihres Wildreichtums; in dem
jetzigen Forsthaus in Holz, welches früher zeitweise als
Schäferei, dann als Jagdschloß benutzt wurde, nahmen auch
die Saarbrücker Herren wohl öfters kürzeren Aufenthalt, um
in den wildreichen Wäldern der Umgegend zu jagen; sie
legten in späteren Zeiten, sogar nach diesem „Schloß“ von
der Saarbrücker Straße aus eine Allee von Kirschbäumen
an, woran die noch heute im Volksmund „Allee“ genannte
Straße erinnert. Kirchlich hat Holz, obgleich darüber ge—
nauere Nachrichten hier nicht vorliegen, jedenfalls von Alters
her zu dem benachbarten Kirchdorfe Wahlschied gehört; dort
bestand schon vor der Reformationszeit eine katholische Pfarrei,
Kirche nebst Pfarrhaus; die altertümliche Thüre der jetzt
noch stehenden Wahlschieder Kirche an der Westseite derselben
weist in ihrer Ornamentik auf die Gothik des 14. Jahr—
hunderts hin. Das Pfarrhaus ist spurlos verschwunden; nur
die Stelle, wo es „ungefähr“ gestanden hat, ist heute noch
bekannt; einer seiner letzten Bewohner, der Pfarrer „Braun“
soll in der Reformationszeit mit dem größten Teil, vielleicht
mit der Gesamtheit seiner Gemeinde zur neuen Lehre über—
getreten sein.
Ueber die Bewohner des in alter Zeit von der Heer—
straße etwas entlegenen Ortes zogen die Stürme des Bauern—
krieges, des dreißigjiährigen Krieges und anderer schwerer