Full text : Die Geschichte unserer Heimat

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erhalten, oder sie bildeten gewisse Unterabteilungen in diesem
Verbande, der schon 1638 bestand. So grenzte Heusweiler
an die Dörfer des Köllerthaler Hofes, nämlich Bieischeid,
Dilsburg, Walpershosen, Niederfalbach, Kurhofen, Hirtel,
Kirschhof, Numborn und Bersweiler. Ueber den Zustand
des Dorfes im Jahre 1756 erfahren wir folgenden: Heus—
weiler hatte damals keinen Meyer mehr sondern nur einen
Heimeyer und gehörte zur Meyerei Hilsbach. Im 30jährigen
Kriege wurde der Ort zum großen Teile nach und nach ab—
gebrannt. Die Pest raffte fast alle Einwohner dahin;
während dem darauf folgenden französischen Kriege konnte
fich das Dors ebenfalls nicht erholen und 100 Jahre später
war dasselbe noch in sehr kleinen Verhältnissen. 1688
waren 7 katholische Familien mit 19 Kindern, 1756
12 frohnbare Gemeindsmänner, 1 Hirte, 5 katholische,
1 reformierte Familie vorhanden. Nach dem 380jährigen
Kriege gab es im Orte noch 1 Pfarrer, 1 Schulmeister,
1 Meyer, 18 Gemeindsmännern, 7 Witwen, 4 Vormund—
schaften, 2 Hirten. Ein Tiroler namens Franz Span hatte
im Jahre 1628 dort dort eine Meierei. Ein in der Nähe
vom Orte befindliches Dorf ist im 30jährigen Kriege voll—
staͤndig verschwunden. Im Dorfe war nach der Reunionszeit
die Kirche simultan. An Gemeinde-Einkünften bezog das
Dorf 1. die Hälfte des Pfandgeldes (die andere Hälfte erhielt
der Feldhüter als Lohn); 2. die Erträgnisse von einem mit
der Gemeinde Dilsburg gemeinschaftlichen Allmentes; 3. von
jedem neu aufgenommenen einheimischen Gemeindsmann 1
Gulden, von einem Fremden 2 und von 1 Hintersassen 17/2
Gulden Aufnahmegebühren. Der auf dem Bann gelegene
Wald, die Jagd und die Fischerei waren herrschaftlich. Im
Orte wurde ein Zoll von ein- und ausgehenden zollbaren
            
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