119
auch nach St. Johann in die Kirche. Die Kinder gingen
nach Fürstenhausen in die Schule. Als Servitute werden
aufgeführt: Die herrschaftlichen Schafe von Geislautern haben
die Weide auf dem Bann, auch hat die Geislauterner Ge—
meinde den Langhalm auf dem Langenhübel mit Clarenthal
gemeinschaftlich. Wegen der Weide im fi*chiffsitters standen
die Clarenthaler mit den Fürstenhausener im Streit. Im
Stiftswalde, Gersweiler Bann, haben die Clarenthaler mit
den Gersweilern den Langhalm gemeinschaftlich. Im Jahre
1770 trat Fürst Ludwig ein Stück des Schiffssitterswald an
das Stift St. Arnual (200 Morgen) ab. Unter der fran—
zösischen Verwaltung 1810 kam der Schiffssitters zum Claren⸗
thaler Bann und damals wurde der Ort auch der Bürger—
meisterei Gersweiler überwiesen. Nach der neueren Vermessung
umfaßt der Bann 303 Hektar Acker, 57,91 Hektar Wiese,
6 Hektar Oedland, 88 Hektar Gemeindewald, 468 Hektar
Staatswald. Der Ort geht einer frohen Zukunft entgegen,
da auf seinem Banne ein Fettkohlenschacht im April d. J.
angehauen wurde, der sicherlich durch die Heranziehung von
Beamten und Arbeitskräften eine wesentliche Vergrößerung
herbeiführen wird. Die Kohlengrube, welche mit dem neuen
Fettkohlenschachte in Verbindung gebracht wird, war übrigens
schon im Jahre 1731 in Betrieb gewesen. Sie befindet sich
bei der Gehlenbacher Mühle und ist heute noch — durch die
Einfahrtsstollen kenntlich — leicht zu finden.
Heusweiler. Der Ort Heusweiler, früher Huswilre
genannt, liegt beinahe mitten im Köllerthale, an dem von
Eiweiler und Hellenhausen herabfließenden Bache, der hier
in Beziehung auf die ehemals hier gelegene Mühle, der
Mühlenbach heißt, weiter abwärts von Walpershofen an
den Namen Käöllerbach führt.