Full text : Die Geschichte unserer Heimat

118

und die Glashütte. Dieses Dokument wurde der Gemeinde
übergeben, welche ein ähnliches als Revers ausstellte.
Von dieser Zeit (1688) an bis 1756 liegen über
Clarenthal keine Nachrichten vor. Die Glashütte muß schon
vor 1730 eingegangen sein, denn in einem Briefe der fürst—
lichen Kommissarien Schmoll und Hercke, welcher sich über
die herrschaftlichen Höfe und Werke verbreitet, wird derselben
nicht mehr gedacht.
Trotz der im obigen Schriftstück klar verzeichneten Frei—
heiten, nach welcher die Nachkommen der Glasmacher von der
Leibeigenschaft befreit waren, wird in dem angeführten Bericht
ausdrücklich erwähnt, daß die Unterthanen von Clarenthal
alljährlich ein gewisses Frohngeld zu entrichten hatten. Es
befanden sich hier damals 28 Häuser, 23 Gemeindsmänner,
1 Witwe, davon 1 Hintersasse und 2 Hintersassinnen (Witwen)
und 2 Hirten.
Auf Clarenthaler Bann liegt die Stangen- oder Gehlen—
bacher Mühle, auch der herrschaftliche Hof, die Fenne ge—
nannt. Zwischen Fürstenhausen und Clarenthal ist über die
Banngrenze ein Streit ausgebrochen, da ersteres die Mühle
und den Hof für sich beanspruchte. (Die Stangenmühle
wurde, als die Gegend vorübergehend unter französischer
Herrschaft stand, 1806 zum Clarenthaler Bann gezogen, wo—
gegen man die Fenn nach Fürstenhausen überwies.)
Nach dem bereits angeführten Bericht gehörte Claren—
thal zu keiner Meyerei, es hatte seinen besonderen Heinmeyer
und 3 Gerichtsleute. Es hatte auch seine besondere Dorf—
ordnung, welche der Heinmeyer verwahrte und alljährlich
öffentlich zur Verlesung brachte. Es befanden sich hier kurze
Zeit nach der Gründung Evangelische, Reformierte und Katho—
liken, letztere wurden nach Völklingen gepfarrt; ein Teil ging
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.