Full text : Die Geschichte unserer Heimat

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zahlen und Frohnten entrichten, wie andere Unterthanen;
ferner wurde ihnen freie Religionsübung und das Recht eine
Kirche zu erbauen, zugestanden. Die Urkunde über diese
Freiheiten ist datiert vom 8. Juni 1604.
Im nächsten Jahre wurde bereits mit dem Bau der
Kirche begonnen und dem Pfarrer gestattet “s von dem dort
fallenden großen und kleinen Zehnten zu beziehen. Ein
Denkmal aus der Zeit der Neugründung, bestehend in zwei
Abendmahlskannen befinden sich noch im Besitz der Kirche.
Eine der Kannen wurde bei Einweihung der Kaiser-Wilhelms—
Kirche zu Kurzel der Muttergemeinde am 17. Oktober 1895
zurückgegeben.
Im Jahre 1628 befanden sich in Ludweiler 49 Unter⸗
thanen oder Haushaltungen, 12 Witwen, 1 Meyer, 1 Pfarrer,
1 Schulmeister und 3 Hirten.
Die Namen der Pfarrer waren:
1604 - 1621. Bartholomäus de Cloux.
I618 -1620. (2) Jeverin. Bei der anno 1618 abge—
haltenen Kirchenvisitation wurde ihm anbefohlen sich nach
der Kirchenordnung zu richten.
1620 - 1626. Jakob de Coulon von Metz wurde mit
Vorwissen des Oberamtmanns von der Gemeinde berufen,
entzweite sich mit ihr und ging 1626 nach Metz zurück
1626 -1631. Bachelet.
1631- 1635. Jacques Vivier, ein blinder Mann, den
die Ludweiler zum Pfarrverweser wollten; die Kirchenregierung
widersetzte sich.
1664 -1665. Jean Severin aus Sedan.
1666 -1668. Benedikt de Besson legte sein Amt
nieder.
1668 - 1678. August Couet aus der Kurpsalz.
            
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