Full text : Die Geschichte unserer Heimat

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katholisches Schwesternhaus geht seiner Fertigstellung entgegen.
Die drei Ortsteile zusammen machen einen sehr freundlichen
Eindruck, malerisch am Bergeshang liegt Guichenbach, an
der Straße entlang Riegelsberg und unmittelbar damit
zusammenhängend Buchenschachen. In den genannten Orten
sind mehrere katholische und evangelische Schulen.
Ueberhofen liegt etwas unterhalb Guichenbach am
Abhang des Berges. 1756 bestand der Ort aus 4 Häusern,
welche von 2 frohnbaren Gemeindsmännern, 1 Hintersassen
und J herrschaftlichen Jäger bewohnt wurden.
Ludweiler. Ludweiler verdankt seine Entstehung dem
Grafen Ludwig von Nassau-Saarbrücken; seine Gründung
erfolgte im Jahre 1604. Es kamen nämlich im gedachten
Jahre einige reformierte französische Auswanderer die den
fortwährenden Glaubens-Bedrängnissen der französischen
Regierung entgehen wollten, aus der Gegend von Courcelles,
Daniel de Condé, Visca de Condé, Isacs Richard, Humbert
Marin, Etienne Marin, Jacques Mimperchan, Jean de Accianie,
Abraham Girnier, Jean Wilkum, Prançois Lisfeld, Arnould
Beauquard und Nicolas Quentin zum Grafen Ludwig und
baten um Aufenthalt und Schutz. Weitere Namen werden
noch aus dem Jahre 1685 genannt, es waren die Emigranten
Guillaume, Henry, Collin, Laval, Mollet, Aubertin u. a. m.
Es wurde ihnen gewährt; der Graf schenkte ihnen einen
Distrikt im Warnd im Lauterbacher Thal, genannt in der
Rigefurth, wo sie ein Dorf an der Lauter, dicht an der
Grenze des Geislauterner Bannes erbauten und dasselbe zum
Andenken an den milden Geber „Ludwigsweiler“ oder „Lud—
weiler“ nannten. Zum besseren Gedeihen dieser Ansiedlung
schenkte der Graf den Kolonisten auf 6 Jahre Abgabe- und
Frohntenfreiheit; nach Verlauf dieser Zeit sollten sie Steuern
            
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