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Etzenhofen. Oberhalb Sellerbach gelegen. Auf feiner
Gemarkung lag der große herrschaftliche Weiher, dessen Grund⸗
fläche schon vor 1750 zu Wiesenboden angelegt war. Das
Dorf bestand 1756 aus 5 Häusern, welche von drei frohn⸗
baren Gemeindsmannen, 1 Witwe und einem Hirten bewohnt
waren, von denen 1 Gemeindsmann zur evangelischen, 1 zur
katholischen Religion gehörte.
Rittenhofen, wurde in alten Urkunden früher Rüden—
hofen genannt, abgeleitet von Rüde-Hund. Später kommt
es auch als Ritterhofen, Reuterhofen vor. Ritterhofen bei
Kölln am Hermannsbach gelegen bestand 1756 aus
7 Häusern mit eben soviel Haushaltungen.
Sprengen, früher Springen, wird 1400 das erste
Mal als zum Köllerthaler Hofe gehörig genannt, 1756 zählte
man hier 7 Häuser und eine Erbbestandsmühle, welche durch
die hier entspringende starke Quelle getrieben wird, ferner
befand sich hier eine herrschaftliche Schäferei. Von den
Bewohnern waren vier frohnbar. Der in Nähe befindliche
Forstwald wurde später dem Bann Sprengen einverleibt.
Elm bestand nach einer Urkunde aus dem Jahr 1684
aus 2 Vogteien oder Bauerngüter und der herrschaftlichen
Erbbestands-Mühle, welche an dem durch den Bach gebildeten
Weiher lag. Die vormaligen Bewohner hatten infolge der
Kriegsverheerungen ihre Wohnstätten verlassen, weshalb die
Herrschaft 1684 die Ländereien verteilte an den Müller und
einen gewifsen Hofmann. Spaͤter finden wir (1756) 4 Häuser
und 1 Müuhle verzeichnet.
Herchenbach, auf einer Anhöhe zwischen Rittenhofen
und Walperzhofen gelegen, mag seinen Namen von einem
Fliesbrunnen haben, der sich im Dorfe befindet. Der Ort
fommt in Jahrgedingen von 1428 vor; 1756 wurden sechs