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Wasser aus dem nahen Bach erhielten. Noch im vorigen
Jahrhundert war auf einem der westlichen Turme die Zahl
1106 sichtbar, welche man für die Jahreszahl ihrer Gründung
annimmt und daher den damals lebenden Grafen Sigbert II.
für ihren Erbauer hält. Gleich wohl kommt die Benennung
Bucherbach erst später in Urkunden vor, so daß die Ver—
mutung nahe liegt, daß diese Burg jenen Namen anfänglich
nicht geführt hat und blos unter dem der Burg zu
Köllerthal bekannt war.
Diese Burg diente den Grafen von Saarbrücken zum
Schutze ihrer Besitzungen im Köllerthale, welches zum Bezirke
der Burg gehörte, wie denn auch die Gülten, Zehnten, Zinsen
und Frohnten des Köllerthaler Hofes dort entrichtet und
geleistet werden mußten. Zu diesem Zwecke waren ver—
schiedene Lehenleute oder Vasalen angewiesen, Burghut zu
Bucherbach zu thun, auch hatten sie sich bei Fehden oder in
Kriegszeiten dort einzufinden und nach Befinden und Ver—
hältnis ihres Lehens eine gewisse Zeit Burgseß zu thun.
Das Verzeichnis der Saarbrücker Lehenleuten gedenkt unter
andern folgender Burgleute.
1341. Johann von Henzenberg. Beliehen vom Grafen
Johann J. mit 18 Pfennig schwarzen Turnosen auf dem
Schaft zu Kolredal, wofür er sich verpflichtete, auf vorher—
gegangene Mahnung ein Vierteljahr auf der Grafen Burg
zu „Kolredal“ zu sitzen d. h. Burgseß zu thun.
1347. Johann von Furpach. Bekannt wegen eines ihm
verliehenen Gutes zu Thedingen ein halbes Jahr Burgseß in
der Grafen Burg zu Kollerdal schuldig zu sein.
1365. Jopfried von Mühlenbach. Seßmann auf der
Burg zu Bucherbach.
1444. Beckemann, Burggraf zu Bucherbach