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Benutzung derselben wurde beiden Religionsgemeinschaften zu—
gestanden. Die Kirchengüter und den Zehntenanteil erhielten
die Evangelischen zurück; die Katholiken hatten Anrecht an
die Glocken und den Kirchhof. Das Pfarrhaus, welches die
Katholiken 1685 in Besitz genommen hatten, blieb ihnen
überlassen. Die evangelische Pfarrei Kölln wurde von 1686
an bis 1741 eine Filiale von Völklingen. Erst mit dem
Jahre 1742 an erfolgte die Neuerrichtung einer eigenen
evangelischen Pfarrei; die Einkünfte dazu spendete das Stift
St. Arnual, welche auch das Pfarrhaus erbaute.
Die Dörfer Dilsburg und Bietscheid wurden abgetrennt
und der Pfarrei Heusweiler überwiesen, während die
Evangelischen aus Schwalbach zu Kölln kamen. Die Pfarrei
hatte zwei Schulen, wovon eine in Kölln, die andere in
Walpershofen war.
Seit 1741 waren Pfarrer in Kölln: 1741 -1751
Christian Konrad Seidel, früher zu Carlsbrunn, wird nach
Völklingen versetzt. 1751 -1756 Joh. Christian Schwendler.
1756 -51806 Joh. Friedrich Rupp.
Von katholischen Pfarrern finden wir folgende Namen
vor: 1697 Peter Müller, Pastor in Kölln; 1759 Konrad
Filz; 1766 D. Wirrig; 1777 Daniel Wirrig. 1742
war Püttlingen Filiale vom katholischen Pfarrer in Kölln.
Der Gottesdienst der Simultanlirche zu Kölln fand unter
beiden Konfessionen abwechselnd statt. Die Küster läuteten
abwechselsweise einen Monat um den anderen die Tag- und
Abendalocke, des Mittags läutete der katholische Küster alletn.
Die Kirche samt dem Chor wird aus der Saarbrück'schen
Kirchenschaffnei in Dach und Fach erhalten; der Kirchturm
aber und die Kirchhofmauer wird von den Gemeindsleuten
beider Religionen aufgeführt und ausgebessert, sowie auch