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Ueberlassung von 18 des großen Köllerthaler Zehnten und
der Ueberlassung des Pfarrbesoldungsrechtes.
1683—1685 Magister Joh. Friedrich Reuß, Pfarrer zu
Kölln und Schwalbach, wohnte zu Kölln, wird 1685 Diakonus
und Rektor zu Saarbrücken.
Mit Eintritt der französischen Reunionszeit, in welche
die meisten evangelischen Pfarrer in den Saarbrückischen
Landen verjagt wurden, erfolgte auf Befehl der französischen
Regierung die Uebergabe der Kirche zu Kölln an die
Katholiken. In der hierüber vorhandenen Urkunde heißt es:
Beclesia parochiales 8S. Martini in Colredal Anno 1685
quando 23. Aprilis, post centum Annorum occlusionem,
Catholicis iterum reservota facit; (d. h. in deutscher Ueber—
setzung: Die Pfarrkirche Sankt Martin im Köllerthal wurde
am 23. April 1685, den Katholischen wieder ge—
öffnet, nachdem sie denselben hundert Jahre verschlossen ge—
wesen.) In einem aus dieser Zeit vorhandenen Meßbuche
wird berichtet: „Anno 1651 wurde die Kirche zu Kölln neu
erbaut, wozu die Einwohner Beiträge gaben, auch zum Bau
des Pfarrhauses und des Kirchhofes hatten sie beizutragen.“
In dem Verzeichnis der Kirchen- und Pfarrgüter aus dem
Jahre 1575 steht, daß in dem Ober- und Unterhof jeder
Unterthan dem Pfarrer einen Wagen Holz liefern mußte.
Die Kirche hatte im 30jährigen Kriege sehr viel ge—
litten und war so baufällig geworden, daß eine Reparatur
nicht genügte, infolge dessen mußte ein Neubau erfolgen.
Kölln hat seit 1685 keinen eigenen evangelischen Geistlichen
mehr; die der evangelischen Lehre treu gebliebenen Einwohner
wurden der Seelsorge der Pfarrei zu Völklingen überwie'en.
Mit dem Ryswicker Friedensschluß (1697) öffneten sich wieder
die Pforten der Köllner Kirche für die Evangelischen; die