Full text : Die Geschichte unserer Heimat

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Dieses Verhältnis blieb bis in die Zeit des 16. Jahr—
hunderts. Die Namen der ersten Pfarrer von Kölln sind
nicht mehr zu ergründen. Der letzte katholische Kurat—
Geistliche, der um das Jahr 1576 lebte, mit welcher Zeit
die lutherische Lehre eingeführt wurde, war Johann Reuter
von Hoffelden; derselbe kehrte im gedachten Jahre nach der
Abtei Wadgassen zurück. Die Landeskirche verbot die Ab—
haltung katholischer Gottesdienste, die Kirche zu Kölln wurde
den Evangelischen überwiesen, auch wurde dem Abt von
Wadgassen als dem Patron aufgegeben, einen der Augsburg
schen Konfession zugethanen Geistlichen der Regierung zur
Bestätigung zu präsentieren und demselben von dem, wie
herkömmlich, den betreffenden Anteil zu verabreichen. Das
Kloster machte von diesem Rechte keinen Gebrauch, infolge
dessen übernahm das Landeskonsistorium das Besetzungsrecht
und von nun an wurden die evangelischen Geistlichen zu
Kölln durch den Landesherrn ernannt. Die evangelischen
Pfarrer seit 1578 waren:
1576 -1614 Valentin Mühlberg aus Eisenach. Zuerst
Diakonus zu Saarbrücken.
1615 —1622 Magister Joh. Martin Christian Stutz.
(Wurde später nach Güdingen und Bübingen versetzt.)
1622 - 1634 Philipp Nikolai, früher Diakonus zu

Saarbrücken.
1654 -1688 Baltasar Pistorius, der erste Geistliche
nach dem 30 jährigen Kriege, welcher wieder in Kölln an—
gestellt wurde; derselbe war auch Pfarrer zu Völklingen.
In diese Zeit fllt eine Vertragsschließung (7.,März 1664)
des Grafen Gustav Adolf von Nassau-Saarbrücken mit dem
Abte von Wadgassen, nach welchem ersterer dem Abte
12 Malter Korn abtritt, als Entschädigung für die
            
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