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Kirchen zu Schwalbach und Heusweiler trat eine Aenderung
ein. Von einer curia vallis Coloniae meldet ferner eine
Urkunde aus dem Jahre 1292 und dann noch eine dritte aus
dem Jahre 1365. In letzter wird zum ersten Male der
„Hof von Collen“ erwähnt; derfelbe war im Besitze der
Grafen von Saarbrücken. Wir finden keine Spur einer
fremden Herrschaft, welche an demselben beteiligt, auch nicht
einen Vasallen, welcher mit Gütern auf dessen Gemarkung
belehnt gewesen wäre, daher ist seine Vergangenheit, sowie
die aller zum Köllerthale gehörigen Ortschaften, mit der
Geschichte des Hauses Nassau-Saarbrücken verknüpft.
Der Bau der Kirche dürfte nicht später als in das
sechste oder siebente Jahrhundert zu setzen sein. Zum ersten
Male wird derselben in einer Urkunde, wie schon oben erwähnt,
vom Jahre 1223 gedacht. Graf Simon III. von Saarbrücken
schenkte nach dieser Urkunde das Patronat der Kirche des
heiligen Martinus zu Colredal (Ecclesia S. Martini in
Colredal) mit dem dritten Teil des dazu gehörigen Zehnten.
Dieses Patronat war ein Lehen des Grafen Simon von der
Dagsburg, der im folgenden Jahre (1224) seine Einwillig—
ung zu gedachter Schenkung erteilte. Von dieser Zeit an
wurde die Pfarrei Kölln, welche zur Diözese Trier, Archi—
presbiteriat Merzig gehörte, von der Abtei zu Wadgassen
durch Geistliche ihres Klosters besetzt und aus dem Ertrage
des Zehnten besoldet. Zum Pfarrsprengel gehörten damals
19 Dörfer und Weiler: 1. Kölln, 2. Bucherbach, 3. Engel—
fangen, 4. Sellerbach, 5. Straßen, 6. Etzenhofen, 7. Rit ten—
hofen, 8. Elm, 9. Sprengen, 10. Niedersalbach, 12. Kuxhof,
13. Walpershofen, 14. Dilsburg, 15. Bietscheid, 16. Hilsch—
bach, 17. Guichenbach, 18. Ueberhofen. 19. Numborn, (Neu⸗
haus im Wald).